ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2009Zwangsstörungen: Effizienz therapeutischer Techniken

Referiert

Zwangsstörungen: Effizienz therapeutischer Techniken

MS

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Spanische Psychologen haben eine Metaanalyse durchgeführt, um herauszufinden, welche Techniken bei der Behandlung von Zwangsstörungen effizient beziehungsweise weniger effizient sind. Mithilfe von Datenbankrecherchen stießen sie auf 19 Studien, die wissenschaftlichen Kriterien entsprachen (zum Beispiel Vergleich einer Untersuchungsgruppe mit einer Kontrollgruppe) und zwischen 1980 und 2006 publiziert worden waren. In fast allen Studien war eine kognitiv-behaviorale Therapie eingesetzt worden, die sich als sehr effizient erwies. Besonders Exposure mit Reaktionsverhinderung (ER) und kognitive Restrukturierung (KR) entpuppten sich sowohl alleine als auch kombiniert als besonders wirksame Behandlungsmethoden. Wurden die Patienten bei ER von einem Psychotherapeuten angeleitet, konnten sie bessere Therapieerfolge erzielen als durch assistiertes Selbst-Exposure; zudem war eine Kombination aus In-vivo- und In-sensu-Exposure wirksamer als eine der beiden Exposureformen alleine. ER und KR zeigten größere Wirkung bei Patienten mit komorbiden Störungen; andere Variablen wie Erkrankungsdauer oder Geschlecht der Patienten hatten hingegen keinen Einfluss auf die Wirksamkeit. Da ER besonders effektiv ist und relativ einfach, kostengünstig und in Gruppen durchgeführt werden kann, bewerten die Autoren ER als „treatment of choice“. ms

Rosa-Alcázar A, Sánchez-Meca J, Gómez-Conesa A, Marín-Martínez F: Psychological treatment of obsessive-compulsive disorder: A meta-analysis. Clinical Psychology Review 2008; 28(8): 1310–25.
Julio Sánchez-Meca, Department Basic Psychology and Methodology, Faculty of Psychology, University of Murcia, Espinardo Campus, 30100 Murcia (Spain), E-Mail: jsmeca@um.es
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema