ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2009Mitteilungen: Neue Versorgungsleitlinie Unipolare Depression

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung - Bundes­ärzte­kammer

Mitteilungen: Neue Versorgungsleitlinie Unipolare Depression

PP 8, Ausgabe Juli 2009, Seite 335

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LNSLNS Die Konsultationsfassung der S3-Leitlinie/NVL Unipolare Depression wurde am 28. Mai 2009 veröffentlicht. Bis zum 28. August 2009 besteht für die interessierte Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit die Möglichkeit, diese Leitlinie zu kommentieren oder Ergänzungs- bzw. Änderungsvorschläge zu machen. Alle interessierten Personen aus Fachkreisen, Betroffenenorganisationen und Betroffene sind eingeladen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.
Die S3-LL/NVL „Unipolare Depression“, an deren Erstellung Vertreter von 28 Fachgesellschaften und Organisationen sowie Vertreter von zwei Patientenorganisationen beteiligt waren, nimmt Stellung zu verschiedenen Aspekten der Erkrankung. Bestandteil der Leitlinie sind unter anderem Erklärungen zu:
– Grundlagen und Klassifikation der Unipolaren Depression
– Prävention und Screening
– Diagnostik, Psycho- und Pharmakotherapie, Komorbidität und Suizidalität
– Aspekten der Versorgungskette wie: Einweisungskriterien, Versorgungsmanagement und Nahtstellen, Verlaufsmanagement, Rehabilitation, Qualitätsmanagement.
In Kürze wird diese vornehmlich an die an der Versorgung depressiver Patienten Beteiligten gerichtete Leitlinie auch in einer laienverständlichen Form als Patientenleitlinie zur Verfügung stehen.
Das Besondere an der Leitlinie zur Unipolaren Depression
Wenn Leitlinien der Fachgesellschaften nach bestimmten Regeln entwickelt werden und neben den Erfahrungen der Experten auch das aktuelle Wissen aus Studien berücksichtigen, erhalten sie das Prädikat: S3-Leitlinie. Wenn solche Leitlinien dann auch noch alle Aspekte der Versorgung berücksichtigen und von der ärztlichen Selbstverwaltung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften verantwortet werden, dann handelt es sich um Nationale VersorgungsLeitlinien. Die Leitlinie zur Unipolaren Depression ist das erste Vorhaben, bei dem eine S3-Leitlinie zeitgleich mit einer Nationalen VersorgungsLeitlinie entwickelt wurde. In 107 evidenzbasierten Empfehlungen und Statements werden die Vorgehensweise bei der Versorgung der Erkrankung und das Miteinander der Akteure an den Schnittstellen der Versorgung beschrieben. Initiator des Projektes war die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), die primär die Finanzierung übernahm; zusätzliche Mittel wurden von den beteiligten Fachgesellschaften und Berufsverbänden zur Verfügung gestellt. Mit der Einbeziehung der S3-Leitlinie in das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien konnte ein breiter Konsens erreicht werden.
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundes­ärzte­kammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.

- Konsultationsfassung der S3-Leitlinie/
NVL Unipolare Depression:
www.depression.versorgungsleitlinien.de/

- Formular zur Kommentierung
www.versorgungsleitlinien.de/kontakt
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