ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1997Arzneimittel: Arbeit honorieren

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzneimittel: Arbeit honorieren

Sennekamp, J.

Zu dem Beitrag "Nebenwirkungen müssen gemeldet werden" von Dr. med. Claus Kori-Lindner in Heft 16/1997
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LNSLNS Der Autor macht sich berechtigterweise Gedanken darüber, "warum Ärzte nicht oder selten über Nebenwirkungen berichten". Zehn Punkte führt er auf, doch ein entscheidender Grund fehlt: Die aufwendige Arbeit der Datenerhebung und Meldung wird nicht bezahlt. Ausführungen, wie der Arzt die Meldungen noch perfekter, das heißt zeitaufwendiger, gestalten könne, und die ermahnende Überschrift: "Nebenwirkungen müssen gemeldet werden" werden unbeachtet verhallen, solange der nervus rerum außer acht gelassen wird. Wir Ärzte haben, wie kaum ein anderer Beruf in den letzten Jahren, finanzielle Opfer bringen müssen. Da wird es jedem Arzt zunehmend weniger einsichtig, warum er im Streß seiner Sprechstunde kostenlos an Behörden Meldungen erstatten soll, die diese in Ruhe gegen gutes Entgelt weiterverarbeiten.
Wenn alle, die zur wichtigen Arzneimittelsicherheit beitragen, auch in gleicher Weise ihre Arbeit honoriert bekommen, brauchen wir uns über zu wenige Meldungen nicht mehr zu beklagen.
Prof. Dr. med. J. Sennekamp, Weberstraße 188, 53113 Bonn
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