ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2009Reinhard Putz: Begeistern, nicht eintrichtern

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Reinhard Putz: Begeistern, nicht eintrichtern

Richter-Kuhlmann, Eva

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Reinhard Putz Foto: MFT
Reinhard Putz
Foto: MFT
Lange Zeit stand sie an den Hochschulen im Schatten der Forschung: die akademische Lehre. Doch mehr und mehr besinnt man sich auf ihre Bedeutung. Seit 2006 kürt der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft Hochschullehrer, die es vermögen, mit besonderem Engagement die Begeisterung ihrer Studierenden für das Fach zu wecken.

Zu den ersten „Ars-legendi-Preisträgern für exzellente Hochschullehre“ gehörte Prof. Dr. med. Reinhard Putz, Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für seine Verdienste um die Lehre und die universitäre Medizin in Deutschland wurde Putz nun auf dem 70. ordentlichen Medizinischen Fakultätentag (MFT) am 12. Juni 2009 in Leipzig auch mit der Adolf-Schmidt-Medaille geehrt. Die Medaille, die an den Mitbegründer des MFT erinnert, ist die höchste Auszeichnung, die der MFT vergibt.

Der 1942 in Innsbruck geborene Anatom widmete sich bereits in den 90er-Jahren neben einer grundlegenden Neugestaltung des anatomi-schen Unterrichts der Reform des Münchner Curriculums im Rahmen des München-Harvard-Programms, das er von 1996 bis 2004 leitete. Seit 2003 ist er Vorsitzender der Akademie für Ausbildung in der Hochschulmedizin des MFT.

Bei der Vergabe der Adolf-Schmidt-Medaille würdigte der MFT Putz als hochbegabten Kollegen, der Wissenschaft und Lehre in der Medizin äußerst bereichert hat. In seinen Dankesworten regte der Preisträger die medizinischen Fakultäten an, einen stärkeren Fokus auf die Qualitätsverbesserung der Lehre zu legen. Sein Credo: „Die akademische Lehre braucht einen eigenen Marktwert.“ Eva Richter-Kuhlmann
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