ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2009Umsatzeinbußen: Praxen können Kurzarbeit beantragen

BERUF

Umsatzeinbußen: Praxen können Kurzarbeit beantragen

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Niedergelassene Ärzte können für ihre Praxismitarbeiter einen Antrag auf Kurzarbeit stellen. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) Ende Mai hingewiesen. Angesichts der durch die Honorarreform befürchteten Umsatzverluste sollten Ärzte rechtzeitig überlegen, wie sie ihre Praxisexistenz auch in wirtschaftlich schweren Zeiten sichern. Eine Option sei der Antrag auf Kurzarbeitergeld.

„Es ist Fakt, dass viele Ärzte ernsthaft erwägen, mit Stellenkürzungen auf die wirtschaftliche Unsicherheit zu reagieren“, sagt KVB-Vorstandsvorsitzender Axel Munte. Er kritisiert, dass Ärzte, die für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit beantragten, auf nur wenig Verständnis stießen. Im Gegensatz würden milliardenschwere Hilfspakete für die Banken kommentarlos akzeptiert. Ärzte, die sich an die Bundesagentur wendeten, täten dies keinesfalls aufgrund des politischen Effekts, sondern ausschließlich aus Sorge um ihre Mitarbeiter. „Die Sorgen aufgrund der wirtschaftlichen Rezession sind in allen Branchen groß. Für politische Knalleffekte eignet sich das Thema Kurzarbeit ganz sicher nicht“, so der KVB-Chef.

Munte fordert, die Relationen im Auge zu behalten und anzuerkennen, dass auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erhaltenswerte
Arbeitsplätze bieten. hil
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