ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2009Glücksspielsucht: Informationsangebote für Jugendliche

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Glücksspielsucht: Informationsangebote für Jugendliche

Gieseke, Sunna

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LNSLNS Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die Informationsbroschüre „Total verzockt?! Infos zur Glücksspielsucht für Jugendliche und junge Erwachsene“ entwickelt. Damit will die BZgA Jugendliche und deren Angehörige über die Gefahren der Glücksspielsucht aufklären.

Gefährliches Zocken: Glücksspiel kann süchtig machen.Foto: picture-alliance
Gefährliches Zocken: Glücksspiel kann süchtig machen.
Foto: picture-alliance
Eine repräsentative Umfrage der BZgA zum Glücksspielverhalten in Deutschland hatte gezeigt, dass 55 Prozent der Bevölkerung innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens an einem Glücksspiel um Geld teilgenommen hatten. Zudem habe auch jeder Vierte unter 18 Jahren im letzten Jahr bei Glücksspielen mitgemacht, obwohl dies gesetzlich verboten sei.

Jugendliche seien besonders gefährdet, da sie die Gefahren unterschätzten, betont die BZgA. Vor allem männliche Jugendliche seien davon überzeugt, dass sie Glücksspiele kontrollieren, Glückssträhnen erkennen oder das Glück voraussagen könnten. „Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzt nie zuerst auf Verbote, sondern immer zuerst auf Aufklärung, die junge Menschen gezielt über Glücksspiele und deren Gefahren informiert“, sagte Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Durch Aufklärung muss die Akzeptanz der Zugangsbeschränkungen bei den Jugendlichen selbst erhöht werden. Allerdings müssen die vorhandenen Zugangsbeschränkungen eingehalten werden.“

Weitere Informationen über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige im Internet unter www.spielen-mit-verantwortung.de. sun
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