ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2009Kosten-Nutzen-Bewertung: Bundes­aus­schuss erteilt im Herbst ersten Auftrag

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Kosten-Nutzen-Bewertung: Bundes­aus­schuss erteilt im Herbst ersten Auftrag

Rabbata, Samir

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Neue Aufgabe für das IOWiG: Das Institut übernimmt künftig Kosten-Nutzen- Bewertungen von Medikamenten. Foto: Keystone
Neue Aufgabe für das IOWiG: Das Institut übernimmt künftig Kosten-Nutzen- Bewertungen von Medikamenten. Foto: Keystone
Von September an sollen in Deutschland erstmals Kosten-Nutzen-Bewertungen von Arzneimitteln vorgenommen werden. Darauf verwies der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Prof. Dr. med. Peter Sawicki, nach einer Sitzung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) in Berlin. Dies sei ein „neuer Abschnitt für das Gesundheitswesen in Deutschland“, sagte der Institutsleiter.

Bevor der G-BA seinen ersten Auftrag an das IQWiG vergibt, muss dieses sein Methodenpapier zur Kosten-Nutzen-Bewertung endgültig beschließen. Dies werde in den nächsten Wochen erfolgen, kündigte Sawicki an. Der G-BA hat seinerseits die nötigen Vorarbeiten für die Umsetzung der Kosten-Nutzen-Bewertung abgeschlossen und seine Verfahrensordnung um die neuen Aufgaben ergänzt.

Darüber hinaus hat der G-BA eine Reihe weiterer Einzelregelungen verabschiedet. So entschied der Ausschuss, dass bei Patienten mit inoperablem Leberzellkrebs auch weiterhin die Protonentherapie als Leistung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) im Krankenhaus angewendet werden darf. Der Beschluss gilt bis Ende 2016. Die Protonentherapie bei der Behandlung des operablen Leberzellkarzinoms ist im Krankenhaus hingegen künftig nicht mehr GKV-Leistung, da ein Nutzen bisher nicht nachgewiesen wurde.

Außerdem hat der G-BA in seiner jüngsten Sitzung über die Umsetzung des Gesetzes zur Versorgung von Opiatabhängigen mit Diamorphin auf Rezept beraten. G-BA-Chef Dr. Rainer Hess gab bekannt, dass die Patienten frühestens vom 1. Januar 2010 an von der Neuregelung Gebrauch machen könnten. SR
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