ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2009Honnorarreform: Plus in Nordrhein – aber das Geld reicht nicht

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Honnorarreform: Plus in Nordrhein – aber das Geld reicht nicht

Rieser, Sabine

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LNSLNS Zwei Drittel der Ärzte im Rheinland verzeichneten im ersten Quartal 2009 Honorarsteigerungen gegenüber dem Vorjahresquartal. Das gab die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein am 16. Juli bekannt. Die Honorarsumme erhöhte sich im ersten Quartal 2009 gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr um fast 76 Millionen Euro (plus 9,4 Prozent). Bis auf fünf Ausnahmen konnten alle Fachgruppen ihr Honorarvolumen ausweiten. Die Allgemeinmediziner erhalten beispielsweise ein Plus von 9,11 Prozent. Verlierer der Honorarreform sind unter anderem die Orthopäden, von denen rund zwei Drittel Einbußen hinnehmen mussten.

„Wir als Vorstand betrachten die Ergebnisse der nun vorliegenden Echtabrechnung mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, kommentierte der KV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Leonhard Hansen, das Ergebnis. Denn trotz des Honorarzuwachses fehlen der KV nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Euro bei der Gesamtvergütung. Sie hätte fürs erste Quartal 893 Millionen Euro an Honorar benötigt. Die Zahlungen der Krankenkassen beliefen sich aber nur auf 859 Millionen Euro.

Grund für die Differenz ist nach Angaben einer KV-Sprecherin, dass die Rückstellungen für Überschreitungen der Regelleistungsvolumen (RLV) zu gering waren. Zweiter Hauptgrund für die Unterdeckung sind die sogenannten freien Leistungen.

Bislang hat außer der KV Nordrhein nur noch die KV Berlin erste Ergebnisse bekannt gegeben. Danach hat ein Drittel der Ärzte in der Hauptstadt ihr RLV nicht ausgeschöpft. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) forderte in der Zwischenzeit über ihren Sprecher alle KVen auf, bis Ende des Monats Angaben zur realen Honorarentwicklung im ersten Quartal zu machen. Rie
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