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LNSLNS Gleichgewicht
Genaue Anweisungen
Hans Scherer: Das Gleichgewicht. 2., überarbeitete und aktualisierte Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 1997, 709 Seiten, 469 Abbildungen in 726 Einzeldarstellungen, 18 Tabellen, gebunden, 198 DM
Das Symptom Schwindel nimmt in der ärztlichen Praxis einen immer größeren Raum ein. Es sind weniger die klassischen Gleichgewichtserkrankungen, die zur Zunahme von Patienten führen, sondern vielmehr die steigende Zahl von Sport- und Verkehrsunfällen und das ansteigende durchschnittliche Lebensalter. Ältere Patienten leiden meist an zerebrovaskulärem Schwindel, an den Auswirkungen von Systemerkrankungen, wie Diabetes mellitus, an den Nebenwirkungen ihrer vielen Medikamente oder am Genußmittelabusus. Auch die zunehmende Zahl von Fehlhaltungen im HWS-Bereich, von Rhythmusstörungen und von psychischen Alterationen wirkt sich auf die Zahl der Schwindelpatienten aus. Das vestibuläre System ist kein in sich geschlossenes Sinnessystem, sondern Teil eines weitreichenden multilokulären Systems, das Meldungen aus allen Sinnessystemen koordiniert zum Zweck der Orientierung des Menschen in seiner Umwelt.
Auch in der Schwindeltherapie hat ein radikales Umdenken eingesetzt: mit körperlichem, krankengymnastisch unterstütztem Training kann oft mehr erreicht werden als mit Bettruhe und Medikamenten. Daher werden Trainingstherapien peripher-vestibulärer Defekte genau beschrieben. Zudem sind Ratschläge zur Eigentherapie, die man dem Patienten mitgeben kann, zu finden. Manche Erkrankungen machen aber eine medikamentöse oder operative Therapie zwingend erforderlich. Die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen sowie eine Auswahl von Medikamenten und deren Dosierungen werden vorgestellt. Klinisch bedeutende Neuerungen wie die Videookulographie haben für die Gleichgewichtsdiagnostik ausschlaggebende Verbesserungen gebracht und werden in der Neuauflage besprochen.
Der Leitfaden erleichtert den Einstieg und gibt genaue Anweisungen für die Untersuchung. Das bisher zweibändige Standardwerk wurde gestrafft und lese- und nachschlagefreundlich gestaltet.
Cornelia Herberhold,
Bonn
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