ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2009Jens Petersen: Erfahrungen mit Schmerz und Tod

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Jens Petersen: Erfahrungen mit Schmerz und Tod

Klinkhammer, Gisela

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Jens Petersen Foto: ddp
Jens Petersen Foto: ddp
Bei den „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt ist der 1976 in Pinneberg geborene Arzt und Schriftsteller Jens Petersen ein großes Risiko eingegangen, denn selbst langjährige Beobachter konnten sich nicht erinnern, dass jemals zuvor ein Autor das letzte Kapitel eines Romans eingereicht hatte. Das Risiko hat sich gelohnt: Petersen verließ Klagenfurt um 25 000 Euro und viel Anerkennung reicher. Für seinen vorgetragenen Romanauszug „Bis dass der Tod“ erhielt Petersen, der zurzeit in Zürich seine Weiterbildung zum Neurologen absolviert, den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

In „Bis dass der Tod“ geht es um eine Liebesbeziehung und ihr tragisches Ende. Ein Mann erschießt seine seit Jahren pflegebedürftige Partnerin, schafft es dann aber nicht, sich selbst umzubringen. Man brauche ein geistiges Refugium, wenn man sich mit zwei so verschiedenen Welten befasse wie der Medizin und der Schriftstellerei, meint Petersen. Die Erfahrungen mit Schmerz und Tod seien auch für seine Literatur prägend. „Die Dinge, die man direkt erlebt, prägen einen meiner Ansicht nach ganz besonders.“ Daraus schöpfe er seine Inspiration. Leicht sei der Spagat für ihn nicht immer. Als Arzt müsse er seine Kreativität unterdrücken, als Schriftsteller fehlten ihm wiederum manchmal die Strukturen. Er würde sich wünschen, dass das ein wenig umgekehrt wäre, sagte Petersen.

Mit „Die Haushälterin“ legte er bereits einen mehrfach ausgezeichneten Roman vor. Gisela Klinkhammer
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