ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1997Die ärztliche Begutachtung

SPEKTRUM: Bücher

Die ärztliche Begutachtung

Dtsch Arztebl 1997; 94(22): A-1466 / B-1248 / C-1171

Fritze, Eugen

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LNSLNS Ärztliche Begutachtung
Standardwerk
Eugen Fritze (Hrsg.): Die ärztliche Begutachtung. Rechtsfragen, Funktionsprüfungen, Beurteilungen, Beispiele, 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt, 1996, XLII, 1 128 Seiten mit 76 Abbildungen, 210 Tabellen und 17 Bildtafeln, gebunden, 278 DM
Das Buch gehört zu den Standardwerken der ärztlichen Begutachtung überhaupt. Die erste Ausgabe erschien 1982, 1993 wurde bereits die vierte Auflage vorgestellt. Da der Patient von heute erwartet, nicht nur diagnostisch und therapeutisch dem aktuellen Standard entsprechend behandelt zu werden, sondern auch entsprechend den gesetzlichen Vorgaben unseres Rechts- und Sozialstaates, ergab sich die Notwendigkeit, die fünfte Neuauflage in vollständig überarbeiteter und erweiterter Form herauszugeben. Neben Autoren aus dem Bereich der Berufsgenossenschaft und der Versicherungswirtschaft konnten die Herausgeber (Eugen Fritze, Burkhard May) zahlreiche neue Autoren gewinnen, vor allem für die an Bedeutung zunehmende Begutachtung im Bereich der verschiedenen Suchtformen sowie der modernen Schmerztherapie. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der Gefahr neu oder wieder auftretender Seuchen und Infektionskrankheiten sowie Schäden durch Umweltbelastungen, wie beispielsweise durch Arzneimittel, gewidmet.
Es war daher zu erwarten, daß das Werk sehr umfangreich geworden ist. Es gliedert sich in 33 Kapitel mit jeweils übersichtlich gegliederten Untertiteln. Im Anschluß an die Darstellung allgemeiner Grundzüge sowie der Rechtsgrundlage der ärztlichen Begutachtung werden zunächst besondere gutachterliche Fragestellungen sowie anschließend die pathophysiologischen Grundlagen der ärztlichen Begutachtung behandelt. Es folgt die Darstellung der einzelnen klinischen Organsysteme. Die zunehmende Spezialisierung bringt es mit sich, daß eine Großzahl von kompetenten Autoren an der Bearbeitung der einzelnen Gebiete mitgewirkt hat. Das trägt einerseits zur raschen Information und Orientierung über bestimmte Problemlagen bei, ohne daß andererseits die Kontinuität des Gesamtwerkes gestört wird.
Den Herausgebern ist es gelungen, trotz der Vielgestaltigkeit der Fragestellung die Bedeutung und die praktische Durchführung der ärztlichen Begutachtung vor dem Hintergrund der im Untertitel genannten durchgehenden Themen Rechtsfragen - Funktionsprüfungen - Beurteilungen - Beispiele, die wie ein Cantus firmus das Gesamtwerk durchziehen, erkennbar werden zu lassen.
Das Werk gehört in die Handbibliothek jedes in der ärztlichen Begutachtung tätigen Arztes.
Michael Staak, Köln
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