ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2009Medizin-Recherche: Ärzte bevorzugen Google als Suchwerkzeug

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Medizin-Recherche: Ärzte bevorzugen Google als Suchwerkzeug

Krüger-Brand, Heike E.

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Die Mehrheit der Ärzte (86 Prozent) nutzt für Recherchen zu Fachthemen die Internetsuchmaschine Google. 79 Prozent der Ärzte starten ihre Suche sogar mit Google – und nicht etwa mit speziellen medizinischen Suchwerkzeugen, Online-Fachzeitschriften, Fachportalen oder pharmazeutischen Websites. Dies ist das Ergebnis einer Mitte 2009 von TNS Healthcare durchgeführten Studie unter 102 niedergelassenen Neurologen und Ärzten für Nervenheilkunde (www.tns-healthcare.de). Auch kehrt die Mehrheit (56 Prozent) während der Recherche mindestens einmal wieder zu Google zurück, um die Suche erneut von dort fortzusetzen. Bei der Internetnutzung der befragten Ärzte rangiert die Recherche zu speziellen praxisrelevanten Themen gleich hinter dem Empfangen und Schreiben von E-Mails an zweiter Stelle. Generell nutzt fast die Hälfte der Ärzte zuerst das Internet, um sich über praxisspezifische Themen zu informieren.

Für die Studie wurde den Teilnehmern in einem Online-Fragebogen eine konkrete Rechercheaufgabe gestellt, die sie durch die Suche in einem eingebauten Webbrowser lösen sollten. Zusätzlich konnten sie über Schaltflächen die Nützlichkeit der jeweils besuchten Websites bewerten. Über die Auswertung der Suchpfade und die Analyse der verwendeten Suchbegriffe lassen sich die Lösungswege nachvollziehen.

Konkret mussten die Studienteilnehmer nach Informationen zu einem noch nicht zugelassenen Medikament zur Therapie von multipler Sklerose suchen. Gefragt wurde nach dem Namen des Medikaments und des Herstellers, nach der Verabreichungsform und nach Wirkung und Nebenwirkungen. Knapp 60 Prozent der Ärzte haben sowohl den Namen des Präparates als auch den Namen des Herstellers korrekt recherchiert. Jedoch gelang es fast der Hälfte (46 Prozent) der Probanden nicht, alle Recherchefragen richtig zu beantworten. Die beiden wichtigsten Teilfragen nach Präparate- und Herstellernamen konnten etwa 42 Prozent der Teilnehmer nicht beantworten. KBr
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