ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2009Operationen: Mindestanforderungen erwünscht
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Es gibt viele Krankenhäuser, die längst Wege gefunden haben, die zweite OP-Assistenz nicht ärztlich zu besetzen. Und das seit vielen Jahren. Dennoch ist es wichtig, sich zu diesem Problem zu äußern. In der eigenen Abteilung, in der ich von 1974 bis 1997 Verantwortung trug, gab es einen Aufstand Ende der 70er-Jahre, als wir forderten, dass an der Stelle eines Arztes, der nichts vom Eingriff selbst sehen könne, eine Pflegekraft stehen sollte. Damals verwandte ich unglücklicherweise eine ökonomische Begründung neben dem eigentlichen Grund, dass ein Arzt besser auf der Station wirken könne: Der Pflegedienst fühlte sich herabgesetzt . . . Interessierte Studenten der Medizin wurden in den Semesterferien immer schon entsprechend eingesetzt . . .

Was genau verstehen die Autoren unter der nicht ärztlichen Assistenz? . . . Was muss bei solchen Hilfskräften gefordert und vorausgesetzt werden? Können es Arbeitslose sein, die nach einer Woche Einweisung diesen Dienst für acht Euro die Stunde verrichten? Auf 40 Euro Basis? Wer trägt dann die Verantwortung, wenn die Verwaltung den Einsatz solcher Kräfte fordert? Wie erreicht man das Einhalten einer Schweigepflicht? Es wäre sicher zu begrüßen, wenn es auf diesem Gebiet zu Mindestanforderungen und Rahmenbedingungen kommen würde, um Unsicherheiten und mögliche Gefahrenquellen zu beseitigen.

Prof. Dr. med. Christian Holland, Amselweg 11, 46446 Emmerich
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige