ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2009Palliativeversorgung: Der Hausarzt wird einbezogen
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Bereits am 2. Juni 2009 hat der „Hospiz-Palliativ-Stützpunkt Rheinhessen-Pfalz“ seine Arbeit aufgenommen. Der Stützpunkt versorgt, gemäß den Vorgaben der Kassen und des Gesetzgebers, eine Region mit 250 000 Einwohnern. Ziel des Stützpunktes ist es, todkranken Menschen daheim in den eigenen vier Wänden ein würdevolles, nahezu schmerzfreies Sterben zu ermöglichen und den ebenfalls schwere Stunden durchlebenden Angehörigen professionellen Beistand zu gewähren.

Die Aufteilung des Stützpunktes erfolgte in vier regionale Netze, was insofern sinnvoll erschien, da es sich um eine große zu versorgende Fläche handelt. Die regionalen Netze haben jeweils Netzwerkleiter . . . Eingebunden sind die Pflegedienste mit Palliative-Care-Ausbildung sowie die Hospizdienste aus der Region. Leiter des Stützpunktes ist Dr. Oswald Burkhard aus Worms, welcher es als Herausforderung ansieht, völlig neue Organisationsstrukturen zu schaffen. . . In Worms gibt es bereits seit sechs Jahren einen interdisziplinären Qualitätszirkel für Palliativmedizin. Damit die Arbeit auf mehrere verteilt wird, wurden drei Gruppen gebildet. Eine Steuerungsgruppe, eine Gruppe für die Öffentlichkeitsarbeit und eine Arbeitsgruppe Pflege . . .

Oberstes Ziel des Stützpunktes ist es, den Hausarzt immer mit in den Ablauf einzubeziehen. So können nur Hausärzte die Palliativpatienten im Stützpunkt einschreiben. In besonderen Fällen können es aber auch Klinikärzte vornehmen. Da bisher noch keine Gelder von den Kassen geflossen sind, hat man sich auch noch nicht für eine Rechtsform entschieden. Das Gelingen des ganzen Projektes ist auch auf die Kooperation mit dem Wormser Gesundheitsnetz (WoGe) e.G. zurückzuführen . . .

Da es in Hessen schon Verträge mit der DAK gibt und die Verhandlungen in Rheinland Pfalz noch laufen (dort soll ausgehend vom Ministerium eine einheitliche Regelung mit allen Kassen gefunden werden), werden die Vorgaben des DAK-Vertrages als Abrechnungsbasis genommen. Hier handelt es sich um Pauschalen, deren Verteilung durch einen Schlüssel noch festgelegt werden soll. Ziel ist es, allen Beteiligten eine faire Bezahlung zukommen zu lassen. Vorgesehen ist, dem Hospiz am Jahresende prozentual einen Betrag als Spende zukommen zu lassen . . .
Dr. med. Friedel Rohr, Erster Vorsitzender
Gesundheitsnetz Region Alzey e.V., Alzeyer Weg 2, 55234 Framersheim
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