ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1997Medizinprodukte: Kodex soll mehr Transparenz schaffen

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Medizinprodukte: Kodex soll mehr Transparenz schaffen

EB

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LNSLNS BONN. Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und der BVMed - Bundesfachverband Medizinprodukteindustrie e.V. haben einen Kodex "Medizinprodukte" erarbeitet. Ziel der Vereinbarung ist nach Angaben der Verbände, ungesetzlichen Geschäftspraktiken zwischen medizinischen Einrichtungen, Ärzten und den Herstellern von Medizinprodukten entgegenzuwirken. Damit würden weitere Konsequenzen aus dem "Herzklappen-Skandal" von 1994 gezogen.
Wie die Verbände weiter mitteilten, faßt der Kodex die bestehenden Rechtsvorschriften zusammen. Außerdem enthalte er Verhaltensregeln, die bei den Geschäftsbeziehungen zu beachten seien. So müßten zum Beispiel Drittmittelkonten zur Finanzierung von Forschung und Entwicklung in medizinischen Einrichtungen vom Träger oder einem unabhängigen Gremium verwaltet werden. Zudem werde aufgelistet, welche Kosten bei Vorträgen oder Symposien von Medizinprodukteherstellern und Vertreibern übernommen werden können. Der Kodex leiste damit einen Beitrag, rechtswidriges, wettbewerbsverzerrendes Verhalten zu definieren und die Transparenz im Medizinproduktemarkt zu erhöhen (vgl. DÄ, Heft 41, 1996).
Die Krankenkassen und der BVMed erwarten, daß weitere Organisationen wie die Krankenhausgesellschaften, ärztliche Fachgesellschaften oder Ärztekammern dem Kodex beitreten. EB
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