ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2009Unfallbilanz: Zahl der Verkehrstoten auf Rekordtief

AKTUELL

Unfallbilanz: Zahl der Verkehrstoten auf Rekordtief

Schmitt-Sausen, Nora

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist weiter rückläufig. Im Jahr 2008 gab es 9,5 Prozent weniger Unfalltote als 2007, teilte das Statistische Bundesamt Anfang Juli in Berlin mit. Mit 4 477 Todesopfern sei die Zahl „so gering wie noch nie seit 1950“, sagte Präsident Roderich Egeler. Auch die Zahl der Verletzten sei gesunken. Damit habe sich eine langfristig positive Entwicklung fortgesetzt. Dennoch: Täglich kommen in Deutschland zwölf Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Insgesamt erfasste die Polizei 2,29 Millionen Unfälle (1,8 Prozent weniger als 2007).

Täglich sterben zwölf Menschen auf Deutschlands Straßen. Die Zahl der Toten und Verletzten ist aber seit Jahren rückläufig. Foto: dpa
Täglich sterben zwölf Menschen auf Deutschlands Straßen. Die Zahl der Toten und Verletzten ist aber seit Jahren rückläufig. Foto: dpa
Erstmals seit vielen Jahren ist überhöhte Geschwindigkeit nicht mehr die Ursache Nummer eins bei Unfällen mit Verletzten. Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie dem Ein- und Ausfahren in fließendem Verkehr waren im vergangenen Jahr die häufigste Unfallursache. Danach folgte das Missachten der Vorfahrt.

Ein besonders deutlicher Rückgang ist bei Unfällen mit alkoholisierten Fahranfängern zu verzeichnen. In der Gruppe der 18- bis 20-Jährigen wurden 8,6 Prozent weniger Unfälle registriert, bei den 15 bis 17 Jahre alten Fahrern waren es 19 Prozent weniger. Das Statistische Bundesamt führt diese Entwicklung auf das am 1. August 2007 eingeführte Alkoholverbot für Fahranfänger zurück.

Allerdings sind junge Fahrer weiterhin besonders unfallanfällig: Die 18- bis 24-Jährigen zählen zu der mit Abstand gefährdetsten Altersgruppe im Straßenverkehr: Jeder fünfte Verletzte oder Getötete gehörte im Jahr 2008 dieser Gruppierung an. nos
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema