ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2009Mikrozensus 2008: Immer mehr Frauen bleiben kinderlos

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Mikrozensus 2008: Immer mehr Frauen bleiben kinderlos

Schmitt-Sausen, Nora

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Foto: vario images
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In Deutschland bekommen immer weniger Frauen Kinder. Im vergangenen Jahr waren 21 Prozent der 40- bis 44-Jährigen ohne Nachwuchs, teilte das Statistische Bundesamt Ende Juli in Berlin mit. Angaben darüber, ob die Kinderlosigkeit gewollt oder ungewollt ist, konnte die Studie nicht liefern.

Vor allem Akademikerinnen in Westdeutschland haben überdurchschnittlich häufig keine Kinder. „Je höher der Bildungsstandard, desto häufiger ist eine Frau kinderlos“, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes. 26 Prozent der hochgebildeten westdeutschen Frauen über 40 Jahre hatten im Jahr 2008 noch keine Kinder zur Welt gebracht. In Ostdeutschland zeigt sich allerdings ein anderes Bild: Nur neun Prozent der hochgebildeten Frauen blieben ohne Nachwuchs. Hier sei ein Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Kinderlosigkeit nicht herzustellen. Egeler führte die Ergebnisse auf „unterschiedliche familienpolitische Ansätze, verschiedene Lebensentwürfe und Lebenshaltungen“ zurück.

Für Ost und West gilt: Die Kinderlosigkeit ist in Städten höher als in ländlichen Gebieten. Außerdem zeigen die Daten der Studie zu Kinderlosigkeit und Geburt, dass immer mehr Ledige Kinder bekommen. Das durchschnittliche Heiratsalter liegt der Erhebung zufolge bei knapp 30 Jahren. Mit zunehmendem Alter entschieden sich ledige Frauen immer seltener für die Ehe: Lediglich sieben Prozent der Befragten waren bei ihrer Hochzeit 40 Jahre oder älter.
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