ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2009Rheumaliga: Aktionsplan vorgelegt
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LNSLNS Mit dem „Aktionsplan Rheuma 2009“ hat die Rheumaliga (www.rheuma-liga.de) auf Defizite in der Versorgung von rheumakranken Menschen aufmerksam gemacht. Nach wie vor erhielten viele Rheumapatienten zu spät und nicht ausreichend Hilfe, kritisierte deren Präsidentin, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle. So konnten sich 2007 lediglich fünf Prozent der Betroffenen einer stationären medizinischen Rehabilitation unterziehen. Im Jahr 1994 waren es dagegen noch knapp 16 Prozent.

Außerdem gehe oft wertvolle Zeit für eine Therapie verloren:
13 Monate dauert es der Rheumaliga zufolge, bis ein Patient mit rheumatoider Arthritis Kontakt zu einem Rheumatologen aufnehmen kann. Mehr als fünf Jahre vergehen bei Patienten mit Morbus Bechterew. Dabei sei schnelle Hilfe wichtig: „Bei der rheumatoiden Arthritis Neuerkrankter ist heute das Behandlungsziel die Remission“, erklärte Gromnica-Ihle. „Das kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Patienten eine medikamentöse Behandlung innerhalb von drei Monaten nach Beschwerdebeginn erhalten.“ Hausärzte müssten daher besonders geschult werden, um die Beschwerden ihrer Patienten unmittelbar einordnen zu können und diese direkt zum Facharzt zu überweisen.

Mit dem Projekt „Patient Partners“ will die Rheumaliga darüber hinaus die Ausbildung von Medizinstudierenden in der Rheumatologie fördern. Dabei informieren speziell geschulte Rheumapatienten Studierende über ihre Krankheit, helfen bei der Untersuchung der rheumatisch erkrankten Hände und führen beispielsweise im Rahmen von Rollenspielen Anamnesegespräche. Zum ersten Mal findet das Programm an der Universität Düsseldorf statt.
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