ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2009Schweinegrippe: Tests nur noch im Ausnahmefall

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Schweinegrippe: Tests nur noch im Ausnahmefall

Korzilius, Heike

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LNSLNS Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben sich am 7. August auf ein neues Vorgehen bei der Diagnostik der Schweinegrippe geeinigt. Danach sollen Ärzte den Schnelltest nur noch in Ausnahmefällen verwenden. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass der Test nur unzuverlässige Ergebnisse liefere. Er soll künftig nur noch bei vom Robert-Koch-Institut (RKI) definierten Risikogruppen (zum Beispiel immungeschwächte Patienten oder Patienten mit besonders schwerer Symptomatik) von der GKV erstattet werden, wenn der klinische Befund allein eine antivirale Therapie nicht rechtfertigt und das Ergebnis eines PCR-Tests zum Nachweis des Influenza-A/H1N1-Virus innerhalb von 48 Stunden nach Symptombeginn und 24 Stunden nach der Probenentnahme nicht zu erwarten ist.

Dieses Zeitfenster gilt auch für den PCR-Test, der ebenfalls nur für die vom RKI definierten Risikogruppen infrage kommt, wenn der klinische Befund allein eine antivirale Therapie nicht rechtfertigt. Eine Abrechnungsziffer für den Test soll Mitte August vorliegen.
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