ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2009Intimchirurgie: Körperverletzung
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Nach 30 Jahren Sexualpädagogik ist das Wissen um die Klitoris und weibliches Begehren erschreckend gering. Informationen werden unvollständig oder in unangemessener Weise vermittelt, sodass viele Mädchen und Frauen kein zutreffendes Wissen über ihre Genitalien und ihre Lust haben. Auf dieser Basis ist nachvollziehbar, dass Schönheitsnormen die Vorstellung von der Vagina prägen und Wünsche nach chirurgischen Eingriffen hervorrufen können . . . Für den wirklichen Skandal halte ich, dass Ärztinnen und Ärzte tatsächlich operative Eingriffe vornehmen. Warum sollten „größere“ Labien hinderlich sein? Welchen Mann stören schon seine Hoden beim Rad fahren? Zudem kann in Österreich zu Eingriffen, die eine Verstümmelung oder Verletzung der Genitalien bedeuten, nicht eingewilligt werden. Sie sind eine Körperverletzung . . . Es gäbe also durchaus Handhaben, diese genitalen Eingriffe zu unterbinden.
Mag.a Sylvia Groth MAS, Frauengesundheitszentrum, Joanneumring 3, A-8010 Graz
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