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Müssen Rauchern und Nichtrauchern jetzt auch noch Bilder von aufgeschlitzten Köpfen und gangränösen Füßen zugemutet werden? Die durch Bilder in TV und Computerspielen immer wieder beklagte Verrohung und Abstumpfung demnächst auch massenhaft auf Zigarettenpäckchen? Die zitierte Studie (ITC 4 countries study, Hammond et al. 2007, Am J Prev Med) basiert auf Befragung von Rauchern mit dem Ergebnis, dass größere bildgestützte Hinweise häufiger wahrgenommen und häufiger über das Aufhören nachgedacht würde. Der Einfluss des Inhalts ist nicht untersucht . . . Nichts gegen größere, klare oder treffend-witzige Text- oder Bildhinweise . . . Sollten sich Bilder wie die dargestellten als Warnhinweise durchsetzen, werden wohl bald findige Geschäftsleute auf die Idee kommen, Etuis für Zigarettenschachteln anzubieten (Handytaschen sind ja schon heute der Renner), auf denen dann wieder Grand Canyon, Pferde, Lagerfeuer und andere „Freiheitsmotive“ abgebildet sind, die die Tabakindustrie gerne mit dem Rauchen in Verbindung bringt. Indes sollten andere wirkungsvolle Elemente der Tabakkontrollpolitik nicht vergessen werden: Wo bleibt die konsequente Umsetzung des Rauchverbots in Gaststätten?
Dr. med. Otmar Bayer, MPH, Abteilung für Epidemiologie im Kindes- und Jugendalter, Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU München, Heiglhofstraße 63, 81377 München
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