ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2009Wolfgang Geissler †: Herausragender Arzt und Hochschullehrer

PERSONALIEN

Wolfgang Geissler †: Herausragender Arzt und Hochschullehrer

Dtsch Arztebl 2009; 106(33): A-1625 / B-1393 / C-1361

Förster, Andreas

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Wolfgang Geißler Foto: privat
Wolfgang Geißler Foto: privat
Am 12. Juni ist Prof. Dr. med. Wolfgang Geißler, langjähriger Ordinarius für Kardiologie der Universitätsklinik für Innere Medizin der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité), im Alter von 84 Jahren gestorben.

Geboren 1924 in Siegmar, Kreis Chemnitz, studierte er Medizin in Kiel und Tübingen, begann als Arzt 1948 an der Universität Rostock und arbeitete ab 1951 in Berlin. Als Schüler von Professor Brugsch führte Geißler im Juni 1954 die Rechtsherzkatheterdiagnostik ein. Schon früh realisierte er zusammen mit Professor Porstmann Linksherzkatheterisierungen an der Charité, die damit zu den ersten Zentren in Europa zählte. Geißler habilitierte sich 1961 zum Thema „Die zentrale und periphere Aortendruckkurve bei Aortenklappenfehlern“. Im Jahre 1965 erfolgte die Berufung zum Professor, 1969 die zum ordentlichen Professor für Innere Medizin (Kardiologie). Von 1972 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1990 war er Vorsitzender der Promotionskommission der Charité.

Geißler nahm wesentlichen Einfluss auf die klinische Forschung, leitete verschiedene Forschungsprojekte, war in Vorständen leitend tätig. In mehr als 250 wissenschaftlichen Arbeiten und nahezu 450 Vorträgen konnte er seine Arbeitsergebnisse auf nationalen und internationalen Veranstaltungen vorstellen. Sein Werk findet sich auch in 15 Lehr- und Fachbüchern wieder. Eine Vielzahl von Diplomanden, A- und B-Promovenden, auch viele Charité-Studierende und Kollegen werden sich eines herausragenden Humanisten, Arztes, Kardiologen und Hochschullehrers erinnern. Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Förster
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema