ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009HPV-Impfung: STIKO bekräftigt Empfehlung

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HPV-Impfung: STIKO bekräftigt Empfehlung

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNS Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung für eine HPV-Impfung aller Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren erneut bekräftigt (Epidemiologisches Bulletin Nr. 32 vom 10. August). Die Neubewertung war notwendig geworden, nachdem mehrere Wissenschaftler im November 2008 den Nutzen der Impfung infrage gestellt hatten. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte die STIKO daraufhin um eine erneute Bewertung der HPV-Impfung gebeten.

Foto: Superbild
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Seit 2006 steht der Impfstoff Gardasil® gegen humane Papillomviren (HPV) der Typen 6, 11, 16 und 18 und seit 2007 der Impfstoff Cervarix® gegen HPV der Typen 16 und 18 zur Verfügung. Im März 2007 empfahl die STIKO, alle zwölf bis 17 Jahre alten Mädchen gegen HPV zu impfen.

Nach einer Auswertung der Fachpublikationen, die seither zu dieser Thematik erschienen sind, kommt die STIKO zu folgendem Ergebnis: „Die verfügbaren Impfstoffe gegen HPV sind zu nahezu 100 Prozent wirksam zur Verhinderung von Infektionen mit HPV 16 und 18 und damit assoziierten Krebsvorstufen (CIN 2+) am Gebärmutterhals.“ Das gelte unter der Bedingung, dass Mädchen und junge Frauen geimpft werden, die noch nicht mit entsprechenden HPV-Typen infiziert seien.

Die Empfehlung der STIKO richtet sich an Mädchen vor Beginn der sexuellen Aktivität. „Bei bereits mit HPV-infizierten Frauen wirkt die HPV-Impfung deutlich schlechter als bei nicht HPV-Infizierten“, so die STIKO. Das empfohlene Alter von zwölf bis 17 Jahren entspreche den Erkenntnissen aus nationalen Daten zur Jugendsexualität. zyl
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