ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009Schweinegrippe-Impfung: Finanzierung ist geklärt

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Schweinegrippe-Impfung: Finanzierung ist geklärt

Korzilius, Heike

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Einigung bei den Kosten: Ulla Schmidt und Karl-Dieter Voß. Foto: dpa
Einigung bei den Kosten: Ulla Schmidt und Karl-Dieter Voß. Foto: dpa
Der Streit um die Finanzierung der Impfung gegen die Schweinegrippe ist beigelegt. Das Bundes­gesund­heits­ministerium und der Spitzen­verband der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) haben sich darauf geeinigt, dass die Krankenkassen die Impfkosten für die Hälfte ihrer Versicherten übernehmen, den Rest trägt der Bund. GKV-Vorstand Karl-Dieter Voß zufolge fließen die Gelder der Kassen für die Impfungen zunächst in einen Fonds. Wenn dieser erschöpft sei, springe der Bund ein. Werde der Fonds nicht komplett benötigt, würden die Gelder anteilig zurückgezahlt. Die Kassen zeigten sich zufrieden mit der Einigung. Sie hatten sich dagegen gewehrt, die Kosten für die Impfungen allein zu tragen. Die Impfkosten belaufen sich ihrer Schätzung nach auf bis zu eine Milliarde Euro.

Im Bewertungsausschuss haben sich auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassen auf Gebührenordnungspositionen für die Diagnostik der Influenza A/H1N1 geeinigt. Für den PCR-Test wird die Ziffer 88740 eingeführt, die mit 23,10 Euro bewertet wird. Sie kann abgerechnet werden, wenn das Ergebnis innerhalb von 48 Stunden nach dem Einsetzen der Symptome vorliegt. Ausnahme sind besonders schwere Erkrankungen. Der Influenza-Schnelltest kann in Ausnahmefällen, die besonders begründet werden müssen, über die Ziffer 88741 abgerechnet werden. Sie wird mit 22,12 Euro bewertet. Beide Leistungen laufen außerhalb der Gesamtvergütung. HK
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