ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009Bundeskartellamt: Weniger Fusionen von Krankenhäusern

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Bundeskartellamt: Weniger Fusionen von Krankenhäusern

Dtsch Arztebl 2009; 106(34-35): A-1642 / B-1410 / C-1378

Tentrup, Maria

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LNSLNS Die Zahl der anmeldepflichtigen Zusammenschlussvorhaben von Krankenhäusern ist zurückgegangen. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht des Bundeskartellamtes für die Jahre 2007 und 2008 hervor. Ein Grund hierfür sei vor allem die gute konjunkturelle Lage vor der Finanzkrise gewesen, sagte Dr. Bernhard Heitzer, Präsident des Bundeskartellamtes. Laut Bericht wurden 2007 und 2008 mehr als 30 Fusionsvorhaben angemeldet, wobei das Kartellamt die Übernahme des Hamburger Krankenhauses Mariahilf durch die Asklepios-Kliniken Hamburg untersagte.

Mehr als 30 Fusionsvorhaben wurden 2007 und 2008 beim Bundeskartellamt angemeldet. Foto: mauritius images
Mehr als 30 Fusionsvorhaben wurden 2007 und 2008 beim Bundeskartellamt angemeldet. Foto: mauritius images
Des Weiteren leitete das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Anbieter von Praxissoftware für niedergelassene Ärzte ein. Ärzte nutzen diese Software unter anderem, um Medikamente zu verschreiben. Allerdings verwenden sie oft kostenfreie Versionen, die durch Werbung finanziert werden. Der Vorwurf des Bundeskartellamtes: Den Ärzten werde es extrem erschwert, unabhängig Medikamente auszuwählen. Seit dem 1. Juli 2008 dürfen Ärzte allerdings ohnehin nur noch Praxissoftware nutzen, die die Auswahl von Medikamenten nach objektiven Kriterien sicherstellt und die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zugelassen wurde.

Für die kommenden Jahre rechnet das Bundeskartellamt mit weiteren Zusammenschlüssen von Krankenkassen. Ein Beispiel für diesen Trend: Die Fusion von Techniker- Krankenkasse und der IKK-Direkt. Durch sie entstand die mit mehr als 7,1 Millionen Versicherten größte Krankenkasse in Deutschland. mt
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