ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009Wahlkampf: Mutig und klar
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Dank und Beifall für dieses Editorial, das mutig und klar schlimme Fehlentwicklungen in der deutschen Ärzteschaft benennt. Manche Kollegen/Kolleginnen sind mit der Art und Weise, wie sie meinen, ihre Patienten politisch bevormunden zu müssen, auf dem besten Weg, die Würde des Arztberufes schwer zu beschädigen und unseren guten Ruf vollends zu ruinieren. In der Öffentlichkeit erscheinen Ärzte nach den Diskussionen der letzten Monate ohnehin wie nur noch auf den eigenen Geldbeutel schauende, raffgierige Besserwisser – und das in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 60 Jahren! Auch meine eigene Lan­des­ärz­te­kam­mer erweckt in manchen sehr einseitigen Stellungnahmen der letzten Jahre den Eindruck, mir und anderen das Denken abnehmen zu wollen. Wir sind aber keine Halbgötter in Weiß (mehr). Wir leben als gleiche Bürger in einem demokratischen Gemeinwesen, und es ist bei allem berechtigten Groll über bestimmte Entwicklungen Hybris, unseren Patienten neben der Sorge um ihre Gesundheit auch noch das politische Denken abnehmen zu wollen. Mehr Zurückhaltung also bitte!
Dr. med. Wolfgang Deppe, Wollnerstraße 5, 01326 Dresden
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