ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009Wahlkampf: Gegen die Vernebelung
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Mit Interesse lese ich das DÄ, seit ich Arzt bin. Und das bin ich jetzt seit 1982. Gestern las ich Ihren Beitrag – und war erstmalig in diesen 26 Jahren enttäuscht.

Sie werfen Kollegen, die gerade um ihre Existenzen kämpfen, vor, „unprofessionell“ und „anmaßend“ zu sein. Ja, was ist denn die Autorin anderes, in Anbetracht solcher Texte? . . . Leider scheint aber auch Ihre Zeitschrift in diesem Falle die traurige Tradition der Ärzteschaft weiterzupflegen, sich untereinander moralisierend und den Finger zeigend zu bevormunden . . .

Liebe Frau Hibbeler, machen Sie sich keine Sorgen, ich bin sicher, sowohl Ärzte wie auch Patienten sind in der Lage, ihre Lebensentscheidungen selbst zu treffen – jeder so, „wie im richtigen Leben“.

Übrigens: In meinem Wartezimmer hängen und hingen keine Wahlaufrufe – aber ich informiere meine Patienten, übrigens auf mehrfache Bitten derer hin, über aktuelle Fakten für Kassenpatienten und Kassenärzte und gebe alle Informationen, die wir als Ärzte bekommen, gerne weiter. Denn es werden derzeit nicht nur Kassenarztpraxen zer-plant, sondern auch Krankheitsschicksale von Patienten, als deren Anwalt ich mich als Arzt fühle. Zudem: Politiker streuen oft Nebel über die wahren Hintergründe und Ziele ihres Tuns, leider auch in dieser wichtigen Frage. Presse und Rundfunk informieren auch nicht immer objektiv. Es bleiben für die Leute also viele Dinge offen . . .
Dr. med. Jeanette Noppeney, Obere Turnstraße 8-10, 90429 Nürnberg
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