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. . . Auch ich habe nach längerem Überlegen die genannten Plakate in meiner Praxis aufgehängt und spreche auch mit den Patienten darüber. Durch die deutlich sozialdemokratisch geprägten Veränderungen im Gesundheitswesen, die meine Arbeitsbedingungen kontinuierlich verschlechtert haben, fühle ich mich nicht mehr als Freiberufler, sondern immer mehr als abhängig Beschäftigter von KV und Krankenkassen, was nur durch entsprechende Vorgaben der sozialistisch geprägten Gesundheitspolitik möglich ist. Auch ich bin Bürger und habe ein Recht, in meinen Möglichkeiten an der politischen Willensbildung teilzuhaben – auch im Wahlkampf. Ich bin kein hippokratischer Gutmensch, der sich dem Wohl der Patienten bedingungslos unterordnet bis zur Selbstaufgabe. Die Patienten sind durchaus so mündig und selbstbewusst, dass ich ihnen gegenüber eine politische Meinung äußern kann und die Patienten sich trotzdem durchaus medizinisch aufgehoben fühlen. Ich stamme nicht aus den letzten Jahrhunderten, in denen für die Deutschen Gehorsam und Unterordnung erste Bürgerpflicht waren. Ich bin Europäer und werde meine Meinung durchaus äußern, zumal wenn existenzbedrohende Veränderungen sich abzeichnen. Es geht nicht darum zu manipulieren, sondern klar Stellung zu beziehen. Und dies nehmen die Patienten mir nicht übel und wissen dies durchaus zu schätzen. Natürlich machen die Wähler nicht ihre Entscheidung allein von der Gesundheit abhängig – ich bin ja nicht blöd . . . Plakative Äußerungen sind ein Anstoß für die politische Kommunikation in der Arztpraxis mit den Patienten und somit nichts Anstößiges und legitim . . .
Dr. med. Volker Kubitza, Pfaffengasse 9, 63739 Aschaffenburg
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