ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009Herbert Pfister: Leiter des neuen HPV-Referenzzentrums

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Herbert Pfister: Leiter des neuen HPV-Referenzzentrums

Hibbeler, Birgit

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Herbert PfisterFoto: UK Köln
Herbert Pfister
Foto: UK Köln
Das „Nationale Referenzzentrum für Papillom- und Polyomaviren“ wird am Institut für Virologie der Universität zu Köln unter Leitung von Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Herbert Pfister (59) angesiedelt. Das Zentrum wird bundesweit das Wissen über humane Papillomviren (HPV) und Polyomaviren bündeln.

So soll das Referenzzentrum die Diagnostik von HPV-Infektionen und HPV-assoziierten Erkrankungen verbessern. Eine weitere Aufgabe sind Studien, die die neuen HPV-Impfprogramme wissenschaftlich begleiten. Zudem werden diagnostische Verfahren zum Nachweis von Polyomaviren weiterentwickelt, die besonders bei immunsupprimierten Patienten nach Transplantation und bei HIV-Infizierten eine Rolle spielen. Das Zentrum wird außerdem Fortbildungen und Beratungen für niedergelassene Ärzte, Kliniken, Forschungseinrichtungen und den öffentlichen Gesundheitsdienst veranstalten.

Dass die Wahl für das Nationale Referenzzentrum auf Köln fiel, ist nicht überraschend. Pfister ist ein Experte auf diesem Gebiet. Er ist Mitglied des HPV-Management-Forums der Paul-Ehrlich-Gesellschaft und arbeitete bei der Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Krebsarten mit.

Nach seinem Biologiestudium und der Promotion in Erlangen war Pfister viele Jahre wissenschaftlicher Assistent des Nobelpreisträgers Prof. Dr. med. Harald zur Hausen in Freiburg, wo er sich auch habilitierte. 1982 folgte er einem Ruf nach Erlangen. 1994 wechselte er auf die C-4-Professur für Virologie nach Köln. Birgit Hibbeler
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