ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2009Arbeitsunfähigkeit: Urlaubsanspruch verfällt nicht

BERUF

Arbeitsunfähigkeit: Urlaubsanspruch verfällt nicht

Büser, Wolfgang

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Wer krank ist, der kann sich nicht im Urlaub erholen. Das hat das Bundesarbeitsgericht grundsätzlich festgestellt. Daraus folgt, dass Krankheitstage während des Urlaubs vom Arbeitgeber gutgeschrieben werden müssen. Letzteres gilt in einem Arbeitsverhältniss „endlos“. Dies haben der Europäische Gerichtshof und auch das Bundesarbeitsgericht entschieden. Eine Zeit der Arbeitsunfähigkeit, und dauert sie noch so lange, dürfe nicht dazu führen, dass ein Urlaubsanspruch verfällt.

Bedingung für die Gutschrift der Krankheitstage ist im Regelfall, dass dem Betrieb (noch aus dem Urlaub) ein ärztliches Attest über die Arbeitsunfähigkeit zugeschickt wird, falls für solche Fälle keine Sondervereinbarung, etwa eine telefonische Verständigung, getroffen worden ist. Die ausländische Arztbescheinigung muss im Gegensatz zur inländischen deutlich erkennen lassen, dass zwischen einer bloßen Erkrankung und einer mit Arbeitsunfähigkeit verbundenen Krankheit unterschieden wurde.

Einfach an das bisher vorgesehene Urlaubsende „angehängt“ werden dürfen die Krankheitstage allerdings nicht. Dies wäre ein Grund für eine arbeitgeberseitige Abmahnung. Einvernehmlich ist die Verlängerung möglich. Ansonsten wird nach der Rückkehr über den Termin für den Resturlaub entschieden. WB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema