ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2009Walter Kannengiesser: Mit Weitblick
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Walter Kannengießer Foto: privat
Walter Kannengießer Foto: privat
Der heutigen Hauptstadtpresse mag es wie aus einer anderen Welt vorkommen, was für Walter Kannengießer selbstverständlich war: Einen neuen Gesetzentwurf, so umfangreich er auch sein mochte, arbeitete er von der ersten bis zur letzten Seite durch. Das war auch in den Siebziger-, Achtziger- und Neunzigerjahren, als das Kürzel Kg. in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) für den Doyen der finanz- und sozialpolitischen Journalisten in Bonn stand, nicht vergnügungssteuerpflichtig, bringt aber reichen journalistischen Ertrag. Vorausgesetzt, der Schreiber ist wie Kannengießer präzise, kenntnisreich, ausdauernd, erfahren und verfügt über ordnungspolitische Maßstäbe, um tagespolitische Entscheidungen kritisch einzuordnen. Seit 1963 hat er mehr als drei Jahrzehnte Politik der „Bonner Republik“ in der FAZ beschrieben und kommentiert; Steuern und Finanzen, Soziales und Gesundheit waren seine Hauptthemen. Auch im Deutschen Ärzteblatt, dem der mehrfach ausgezeichnete Journalist seit Langem als freier Autor verbunden ist, hat er sie analysiert – unmissverständlich und mit Weitblick. So hat er vor drei Jahren, noch bevor die Erhöhung des Renteneintrittsalters beschlossen war, im DÄ darauf hingewiesen, dass dies auch die ärztlichen Versorgungswerke zu Änderungen zwinge.

Zu Hause ist Kannengießer in Bonn, geboren wurde er in Osnabrück, wo nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Münster auch sein Berufsweg begann. In seiner alten Heimat konnte er am 13. August im Kreise der Familie mit Kindern und Enkeln seinen 80. Geburtstag feiern. Heinz Stüwe, Walter Kannengießer
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