ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2009Qualitätssicherung: Neues Institut am Zug

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Qualitätssicherung: Neues Institut am Zug

Gerst, Thomas

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LNSLNS Vertreter des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und des Göttinger AQUA-Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen haben am 28. August einen Vertrag über die Entwicklung von Verfahren zur Messung und Darstellung in der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung unterzeichnet. Durch definierte Qualitätskriterien soll so künftig die Behandlungsqualität im ambulanten und stationären Bereich gesichert werden.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung“, betonte der G-BA-Vorsitzende, Rainer Hess. Nach dem langwierigen Rechtsstreit, der der Auftragsvergabe gefolgt war, appellierte Hess an alle Beteiligten, das AQUA-Institut bei seiner Aufgabe bestmöglich zu unterstützen. Die Kritik der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhausgesellschaft an der Vergabeentscheidung wies der G-BA-Chef zurück. Das AQUA-Institut unter Leitung von Prof. Dr. med. Joachim Szecsenyi habe in der Ausschreibung das eindeutig bessere Konzept vorgelegt; die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) sei in ihrem Ansatz zu sehr auf den stationären Bereich zentriert geblieben. Hess verwahrte sich gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt gegen den Vorwurf der politischen Einflussnahme. „Als Vorsitzender des Vergabeausschusses garantiere ich, dass dies eine rein fachliche Entscheidung war.“

Das AQUA-Institut übernimmt zu Jahresbeginn auch die bisher von der BQS durchgeführte externe stationäre Qualitätssicherung. TG
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