ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2009IPPNW: Protest gegen Afghanistan-Einsatz

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IPPNW: Protest gegen Afghanistan-Einsatz

LM

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Foto: ddp
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Unter der Führung der Ärzteorganisation IPPNW – International Physicians for the Prevention of Nuc lear War – lehnten Psychotherapeuten und Ärzte nun die Forderung der Bundeswehr ab, sich an der Behandlung von traumatisierten Soldaten zu beteiligen. Die Bundeswehr hatte nach qualifizierten, externen Psychotherapeuten gesucht, die Soldaten aus Afghanistan-Einsätzen behandeln. Der Krieg verursache zunehmend bei deutschen Soldaten eine posttraumatische Belastungsstörung. „Damit der Krieg führbar bleibt, werden (. . .) zusätzlich Psychotherapeuten angeworben“, schrieben Ärzte und Therapeuten Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung in einem offenen Brief.

Dort kritisieren sie, dass die Politik glaube, „ein posttraumatisches Belastungssyndrom lasse sich per Psychotherapie dauerhaft beheben“.

Doch in einer erfolgreichen Therapie, solle man zwischen Aggressor und Opfer unterscheiden. Eine rein symptomatische Behandlung ohne kausalen Ansatz richte sich nicht nach den Vorstellungen der Therapeuten: „Therapie ohne kritische Hinterfragung des politisch-militärischen Kontextes ist mit unserem Verständnis psychotherapeutischer Arbeit nicht vereinbar.“ LM
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