ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996Freie Berufe monieren SPD-Gesundheitspolitik

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Freie Berufe monieren SPD-Gesundheitspolitik

Glöser, Sabine

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LNSLNSLNSLNS BONN. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat den von der SPD vorgelegten Entwurf eines zweiten Gesundheitsstrukturgesetzes als "Generalangriff auf die Freien Berufe im Gesundheitswesen" bezeichnet. In einer Pressemitteilung wirft der Verband der SPD vor, durch die Öffnung der Krankenhäuser den in freier Niederlassung tätigen Kassenärzten die Grundlage für alle fachärztlichen Dienste zu entziehen.
Nicht die Einforderung wirtschaftlicher Verhaltensweisen von Krankenhausträgern zur Entlastung der Kran­ken­ver­siche­rungen sei der Wunsch der SPD, sondern unlauterer Wettbewerb. Die SPDGesundheitspolitiker würden die Bemühungen ihrer Wirtschaftsexperten, den Mittelstand zu pflegen und seine innovativen Kräfte auch zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze zu nutzen, konterkarieren.
Ferner reklamierte der BFB für alle Mitgliedsgruppen die vom Grundgesetz verbriefte Koalitionsfreiheit und damit auch die Freiheit der Kassenärzte, sich zu starken Kassenärztlichen Vereinigungen zusammenzuschließen. Wer starke Gewerkschaften fordere, könne nicht auf der anderen Seite Strukturzerstörung betreiben, heißt es weiter. SG
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