ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2009Blutzuckerselbstkontrolle bei Diabetes mellitus
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Hintergrund: Der sinnvolle Umfang einer Blutzuckerselbstkontrolle bei verschiedenen Diabetestypen und -stadien ist umstritten, weil es wenig Evidenz basierend auf randomisierten kontrollierten klinischen Studien gibt. Ziel der vorliegenden Analyse ist es, differenzierte Vorschläge zu erarbeiten, die aus den jeweiligen klinischen Notwendigkeiten und entsprechender Literatur abzuleiten sind.
Methoden: Einerseits wurde eine Literaturrecherche mit den Stichworten „blood glucose“, „measurement“, „control“, „monitoring“ und „hypoglycemia“ bis 30. 9. 2008 in PubMed durchgeführt (und die Recherche um die jeweils zitierten Literaturstellen erweitert). Zudem wurde gezielt nach Empfehlungen deutscher, europäischer, US-amerikanischer und internationaler Fachgesellschaften gesucht. Andererseits wurden Modalitäten und Umfang einer sinnvollen Selbstkontrolle aus den klinischen Charakteristika der wichtigsten Diabetestypen und Therapieregimes abgeleitet.
Ergebnisse: Mit Ausnahme der intensivierten Therapiestrategien, deren integraler Bestandteil die Blutzuckerregulierung mit Insulin ist, lassen sich kaum evidenzbasierte Empfehlungen aus randomisierten klinischen Studien oder Metaanalysen ableiten. Es gelingt jedoch, eine auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte Selbstkontrollstrategie aus Therapiecharakteristika abzuleiten, die je nach Diabetestyp und Behandlung einen Teststreifenbedarf von 0 (nicht zwingend notwendig) und circa 1 200 pro Quartal vorhersagen.
Schlussfolgerung: Die Indikation und Festlegung von Art und Umfang einer Blutzuckerselbstkontrolle sollte individuell erfolgen und abgeleitet werden von Diabetestyp, Behandlungsregime und Patientencharakteristika. Sie sollte ebenso explizit begründet und dokumentiert werden wie andere Therapieverordnungen.
Schlüsselwörter: Diabetes mellitus, Blutzuckermessung, Selbstkontrolle, klinische Forschung, Therapiekonzept

Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2009; 106(37): 587–94
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0587
LNSLNS Die Indikationsstellung zur Stoffwechselselbstkontrolle, das heißt zur Harnzucker- oder Blutzuckerselbstmessung, wird kontrovers diskutiert. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stehen Art, Zeitpunkt und Häufigkeit der Maßnahmen sowie Fragen der Kostenerstattung. Zum einen fehlen belastbare Ergebnisse aus randomisierten klinischen Studien und Metaanalysen. Zum anderen sind die Meinungen sehr durch persönliche Erfahrungen und die jeweilige Interessenslage geprägt. Deshalb ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit, nicht nur aus der relevanten wissenschaftlichen Literatur, sondern auch aus den praktischen Notwendigkeiten der wichtigsten Diabetes-Therapieregimes differenzierte Empfehlungen für die Blutzuckerselbstkontrolle abzuleiten. Dies ist als Anstoß zur Diskussion zum Thema „sinnvolle Selbstkontrollkonzepte“ zu verstehen, die einerseits Menschen mit Diabetes mellitus die Möglichkeit geben, ihre Behandlung nach dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens zu gestalten, und andererseits die Kosten für Messgeräte und Teststreifen in einem nachvollziehbaren Umfang rechtfertigen.

Ohne Zweifel hat die Möglichkeit der Stoffwechselselbstkontrolle die moderne Behandlung eines Diabetes mellitus erst möglich gemacht. Alle sogenannten „intensivierten“ Therapieregimes leben zum Teil davon, eine schnell wirksame Korrektur vornehmen zu können, falls die Blutzuckerwerte vom vorgesehenen Sollbereich abweichen. Ist beispielsweise der Blutzucker zu hoch, ist die Injektion zusätzlicher, schnell wirksamer Insulineinheiten indiziert. Ist er zu niedrig, kann kurzfristig ein kohlehydrathaltiger Snack entgegenwirken; langfristig ist eventuell die Reduktion der Insulindosis notwendig.

Bei der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) für Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes sind Selbstmessungen als integraler Bestandteil dieses Behandlungskonzeptes Teil eines Regelkreises (Grafik gif ppt) (e1, 2). Der Nutzen insgesamt wird durch die nachgewiesene Verhinderung beziehungsweise verlangsamte Entstehung von diabetischen Folgeschäden belegt (1). Allerdings lässt sich nicht beurteilen, inwieweit der Erfolg auf die Blutzuckerselbstkontrolle und ihre Konsequenzen – und damit auf die Möglichkeit zur Blutzuckerkorrektur – und wie viel auf andere Eigenschaften solcher Therapieregimes zurückzuführen sind. Die Motivation zur Stoffwechselselbstkontrolle ist jedoch nicht auf das alleinige Ziel einer kurzfristigen Korrektur des Blutzuckers (BZ) beschränkt, sondern kann vielfältiger Natur sein (Kasten 1 gif ppt).

Im Rahmen anderer Diabetes- und Therapieformen – wie etwa konventionelle Insulintherapie, Tablettentherapie, Kombination aus „Bedtime“-Insulin und oralen Antidiabetika oder rein diätetische Therapie – besteht eine viel größere Unsicherheit ob, wie, wann und wie häufig Maßnahmen der Stoffwechselselbstkontrolle durchgeführt und zu Lasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung verordnet werden sollten. Wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema sind rar. Dies zeigen Metaanalysen von Studien, die die Blutzuckerselbstkontrolle bei nicht insulinbehandelten Patienten mit Typ-2-Diabetes beleuchten und nur zum Teil deren Nutzen belegen (2, e3).

Der Versuch eines systematischen, evidenzbasierten Vorgehens ist wegen der unzureichenden derzeitigen Datenlage zum Scheitern verurteilt. Dennoch gibt es genügend Fachwissen, aus dem sich nachvollziehbare Empfehlungen ableiten lassen (American Diabetes Association [3]; European Diabetes Policy Group [e1, 2]; International Diabetes Federation [e6]; Global Consensus Panel Conference [e7]). Hierbei handelt es sich aber nicht um evidenzbasierte Leitlinien, die sich in erster Linie auf die Ergebnisse von randomisierten, kontrollierten, prospektiven Studien stützen, sondern um seitens der Fachgesellschaften autorisierte Empfehlungen (Expertenmeinungen). Interessant ist in diesem Kontext die ROSSO-Studie, die einen Zusammenhang zwischen Blutzuckerselbstkontrollen bei Typ-2-Diabetikern und verminderten kardiovaskulären Folgen beschreibt (4).

Der Bedarf für eine Stoffwechselselbstkontrolle unterscheidet sich je nach Lebenssituation des Patienten. Bei Erst- und Neueinstellungen mit Insulin oder oralen Antidiabetika erfordert allein die Therapiesicherheit häufigere Messungen. Situationen mit einem erhöhten Bedarf an Selbstkontrollen sind beispielsweise auch akute Erkrankungen, Fieber, Bettlägerigkeit sowie Operationen, die unter Umständen rasche Therapieadaptationen notwendig machen. Im Folgenden sollen aber nicht die Ausnahmesituationen betrachtet werden, sondern die Maßnahmen, die zur Gewährleistung einer akzeptablen Stoffwechselkontrolle auf lange Sicht zur Selbstkontrollroutine gehören sollten.

Stoffwechselselbstkontrolle
Zur Stoffwechselselbstkontrolle steht einerseits die Blutzuckerselbstbestimmung und andererseits die Harnzuckermessung zur Verfügung. Die Bestimmung des Harnzuckers mit Teststreifen, deren Ergebnis anhand einer Farbskala abgelesen wird, erfolgt mittels Urinproben. Der Nachweis von Glucose im Harn zeigt an, dass in den zurückliegenden Stunden der Blutzucker die „Nierenschwelle“ überschritten hat. Dies geschieht ab einem Wert von circa 160 bis 180 mg/dL (9 bis 10 mmol/L). Auf Details zur Beurteilung und Empfehlung einer Harnzuckerselbstkontrolle sowie auf Grenzen der Methode, zum Beispiel bei veränderter Nierenschwelle in der Schwangerschaft, wird in diesem Rahmen nicht eingegangen. Hier sei auf ein „Position Statement“ der Internationalen Diabetes-Föderation verwiesen (5).

Hypoglykämien
Hypoglykämien können den Tagesablauf empfindlich stören, aber auch akute Gefahren nach sich ziehen. Viele Diabetesmedikamente können eine Hypoglykämie auszulösen. Todesfälle durch therapiebedingte Hypoglykämien bei der Behandlung mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen sind belegt (6, 7, 813). Die Risiken, die mit zu niedrigen Blutzuckerwerten einhergehen, werden von verschiedenen Patienten unterschiedlich wahrgenommen. Es ist daher in jedem Fall wichtig, Patienten bei Therapiebeginn für Gefahren zu sensibilisieren, die mit den entsprechenden Medikamenten verbunden sind. Prinzipiell muss die Möglichkeit gegeben sein, in entsprechenden Situationen Sicherheit durch Blutzuckermessungen zu bekommen. Es ist auch bekannt, dass die Gefahr einer Hypoglykämie bei Typ-1-Diabetikern mit niedrigeren Blutzucker-Durchschnittswerten, also mit einer „besseren“ Einstellung, deutlich zunimmt (14) (eFallbeispiele).

Bei Patienten mit „stabilem“ Typ-2-Diabetes wird der Verbrauch an Teststreifen nur gering sein. Die Blutzuckerselbstkontrolle sollte aber grundsätzlich und in angemessenem Umfang auch in dieser Patientengruppe möglich sein. Die unterschiedlichen Risiken der Hypoglykämie je nach Krankheitstyp und Behandlungsform sind in Tabelle 1 (gif ppt) zusammengestellt.

Therapieoptionen
Intensivierte Insulintherapie bei Typ-1-Diabetes
Die intensivierte Insulintherapie (einschließlich der Insulinpumpentherapie) mit dem Ziel einer normnahen Stoffwechseleinstellung ist die Standardbehandlung bei der Mehrzahl der Patienten mit Typ-1-Diabetes. Eine sofortige Korrektur bei zu hohen beziehungsweise zu niedrigen Blutzuckerwerten durch eine entsprechende Insulindosierung oder die Gabe zusätzlicher Kohlenhydrate ist integraler Bestandteil der Behandlung. Bei einem üblichen Tages- und Mahlzeitenrhythmus mit drei Hauptmahlzeiten erfolgt die Korrektur mit Insulin meistens vor dem Essen.

Wird zur Mahlzeit Normalinsulin injiziert (die Wirkdauer beträgt circa vier bis sechs Stunden), sollte die Applikation jeweils vor den drei Hauptmahlzeiten erfolgen. Dadurch vermeidet man das Überlappen der Insulinwirkung und beugt so einer möglichen Hypoglykämie vor. Werden zur Mahlzeit schnell wirksame Insulinanaloga mit einer Wirkdauer von circa zwei bis vier Stunden injiziert, kann auch vor Zwischenmahlzeiten Korrekturinsulin gegeben werden. Zu diesen Zeitpunkten sind zusätzliche Messungen erforderlich.

Ergänzende Messungen sind auf jeden Fall bei Hypoglykämiesymptomen oder vor Tätigkeiten, die ein Hypoglykämierisiko mit sich bringen (zum Beispiel vor, während und nach heftigen körperlichen Anstrengungen oder auch vor und während des Führens eines Kraftfahrzeugs [e15]) sowie vor dem Zu-Bett-Gehen notwendig. Im Durchschnitt sind bei intensiviert behandelten Patienten vier bis sieben Blutzuckermessungen pro Tag erforderlich (3, e16, e17). Werden längerfristig weniger als vier Kontrollen durchgeführt, verschlechtert sich die Stoffwechsellage, gemessen am HbA1c, deutlich (8).

Intensivierte Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes
Die intensivierte Insulintherapie für Patienten mit Typ- 2-Diabetes kommt in erster Linie für relativ junge Patienten mit ehrgeizigen Behandlungszielen infrage. Etwa 20 % der Patienten mit Typ-2-Diabetes werden auf diese Weise behandelt. Die Unterschiede dieser Therapieform zum Pendant für Typ-1-Diabetiker sind gering (zum Beispiel die weniger aufwändige Basalinsulin-Substitution). Blutzuckerkorrekturen mit angepassten Insulingaben bleiben notwendig, sind aber aufgrund der stabileren Stoffwechselsituation in der Regel seltener erforderlich. Besondere Situationen mit Auswirkungen auf den Blutzucker wie beispielsweise körperliche Aktivität, Sport oder Alkoholgenuss haben bei Insulinresistenz und altersentsprechend weniger kritischen Tagesabläufen seltener und in geringerem Maß Blutzuckerschwankungen zur Folge. Deshalb ist der Teststreifen-Bedarf hier geringer einzuschätzen als bei Typ-1-Diabetes.

Konventionelle Insulintherapie
Die konventionelle Insulintherapie kommt hauptsächlich für Patienten mit stabil einstellbarem Typ-2-Diabetes infrage. Dies trifft auf circa 10 % der Typ-2-Diabetiker zu. In seltenen Ausnahmefällen ist diese Behandlungsform auch für Patienten mit Typ-1-Diabetes, die die Voraussetzungen für eine intensivierte Insulintherapie nicht erfüllen, indiziert. Bei der konventionellen Insulintherapie wird zweimal täglich, jeweils vor dem Frühstück und Abendessen, eine Mischung aus schnell und verzögert wirkendem Insulin gegeben. Mit der morgendlichen Injektion einer größeren Dosis ist damit das Insulinprofil für die folgenden 12 bis 16 Stunden festgelegt. Korrekturen abweichender Blutzuckerwerte mit zusätzlichem Insulin sind nicht erforderlich.

Die Aufgabe der Stoffwechselselbstkontrolle bei der konventionellen Insulintherapie liegt im Wesentlichen darin, sicherzustellen, dass die individuell festgelegten Blutzuckerzielbereiche (zum Beispiel präprandiale Blutzuckerwerte 80 bis 140 mg/dL [4,4–7,8 mmol/L]) erreicht werden. Außerdem kann dadurch ein Eindruck vom Ausmaß spontaner Blutzuckerschwankungen gewonnen und damit der Spielraum für mögliche Therapieverbesserungen ausgelotet werden (Grafik). Spontane Blutzuckerschwankungen sind bei Typ-2-Diabetes längst nicht so ausgeprägt wie bei Typ-1-Diabetikern.

Für Patienten mit Typ-2-Diabetes und konventioneller Insulintherapie gibt es sicherlich die größten Diskrepanzen in den Empfehlungen zur Stoffwechselselbstkontrolle. Das liegt daran, dass sehr unterschiedliche Schlussfolgerungen aus den vorliegenden Studienergebnissen gezogen werden können (9, e18e20). Diese weit divergierenden Empfehlungen schlagen sich auch in der Patientenschulung nieder. So ist die Verunsicherung der Patienten groß, wenn der eine Arzt die regelmäßige Kontrolle zu einem „Muss“ erklärt, wohingegen ein anderer Arzt darauf hinweist, dass die Kosten für Teststreifen nicht mehr übernommen werden können.

In diesem Fall empfiehlt es sich, aufgrund der beschriebenen Grundüberlegungen circa zweimal wöchentlich Blutzuckermessungen zum Zeitpunkt der Insulininjektionen durchzuführen (morgens nüchtern und vor dem Abendessen) (e20, e21). Zusätzlich ist ein Blutzuckertagesprofil mit vier Werten etwa alle zwei bis vier Wochen, gegebenenfalls ergänzt durch Harnzuckerkontrollen, zur Erfassung postprandialer Glucoseanstiege notwendig. Dabei sind die morgens nüchtern und vor dem Mittagessen gemessenen Blutzuckerwerte am sensitivsten für Unterzuckerungen, während die vor dem Abendessen und vor dem Schlafengehen gemessenen Werte den größten Anteil an zu hohen Blutzuckerwerten erfassen (e19). Bei Hypoglykämiesymptomen und besonderen Situationen wie Sport oder akuten Erkrankungen sollten zusätzliche Messungen nach individuellem Bedarf erfolgen.

Kombination „Bedtime“-Insulin und orale Antidiabetika
Die Kombinationstherapie mit oralen Antidiabetika und einer täglichen Injektion eines Verzögerungsinsulins (meist vor dem Zu-Bett-Gehen) ist eine bewährte Methode für Typ-2-Diabetiker, deren Blutzuckerkontrolle trotz gesundem Lebensstil und antidiabetischen Medikamenten nicht ausreicht. Etwa 20 % der Patienten mit Typ-2-Diabetes werden auf diese Weise behandelt. Gegenüber einer konventionellen Insulinbehandlung ist der therapeutische Aufwand geringer, und manche Kombinationen – zum Beispiel NPH-Insulin und Metformin – sind günstiger im Hinblick auf einen zu erwartenden Gewichtsanstieg und die Wahrscheinlichkeit von Hypoglykämien (10).

Die Kombinationstherapie lebt von einer konsequenten Dosistitration des Verzögerungsinsulins. Nüchtern-Blutzuckerwerte um 100 mg/dL (5,5 mmol/L) können ohne große Gefahr von nächtlichen Hypoglykämien angestrebt werden (22, 23). Deshalb ist der Nüchternblutzucker der entscheidende Maßstab für die angemessene Insulindosierung. Eine sinnvolle Selbstkontrollstrategie wäre demnach die regelmäßige Messung des Nüchternblutzuckers circa zweimal wöchentlich (24, 25) und die gelegentliche Bestimmung eines Blutzuckertagesprofils, in diesem Fall mit postprandialen Werten ein bis zwei Stunden nach Frühstück, Mittagessen und Abendessen.

Behandlung mit oralen Antidiabetika oder alleinige Diättherapie
Circa 40 % der Patienten mit Typ-2-Diabetes werden mit oralen Antidiabetika allein (ohne Insulin) behandelt. Etwa 10 % leben vollkommen ohne antidiabetische Medikamente („Lebensstilmodifikation“, „diätetisch behandelt“). Die Verordnung von oralen Antidiabetika ist nur dann sinnvoll, wenn mit ihrer Hilfe eine zufriedenstellende Stoffwechselkontrolle gelingt. Dies gilt es sicherzustellen. Werden Medikamente eingesetzt, die Hypoglykämien auslösen können, sind bei Symptomen und in Situationen, die möglicherweise mit einer Hypoglykämiegefährdung einhergehen, gelegentliche Blutzuckermessungen sinnvoll (11). Die Zahl (%) von Hypoglykämien bei Patienten mit verschiedenen oralen Antidiabetika ist in Tabelle 1 aufgelistet. Hieraus ergeben sich jedoch nur sehr geringe Häufigkeiten von Hypoglykämien pro betroffenem Patienten (wenige Ereignisse pro Jahr [12]). Für diesen Fall sollte der Patient allerdings grundsätzlich zur Blutzuckerselbstkontrolle ausgestattet sein. Ob eine regelmäßigere Selbstkontrolle allerdings zur Verbesserung der Stoffwechsellage beitragen kann, ist umstritten (13, e26e28). Nur wenige Untersuchungen weisen darauf hin (14, e29, e55).

Für Patienten mit ausschließlich nicht medikamentöser Therapie besteht kaum die Gefahr einer Hypoglykämie. Dies wäre also kein Grund, eine Stoffwechselselbstkontrolle durchzuführen. Ob in diesem Zusammenhang überhaupt eine Blutzuckerselbstkontrolle empfohlen werden kann, ist ebenfalls umstritten.

Die Autoren sind überzeugt, dass sehr seltene Messungen, deren Kosten kaum ins Gewicht fallen, helfen, eine adäquate Stoffwechselkontrolle sicherzustellen. Am besten geeignet erscheint ein Blutzuckerprofil mit Nüchtern- und postprandialen Werten. Würde man sich hingegen auf die Bestimmung eines HbA1c-Wertes beschränken, müssten bei Hinweisen auf eine nicht mehr im Zielkorridor liegende Stoffwechsellage zusätzliche Messungen veranlasst werden.

Diabetes in der Schwangerschaft
Hier muss unterschieden werden zwischen dem bereits präkonzeptionell bestehenden Diabetes (meist Typ 1, zunehmend häufiger aber auch Typ 2) und dem in der Schwangerschaft erstmals auftretenden Gestationsdiabetes (meist um die 24. bis 28. SSW). Betroffen sind davon circa 4 bis 6 % aller werdenden Mütter (e56). Ein vorbestehender Diabetes ist oder wird praktisch immer insulinpflichtig (ICT); eine komplikationslose Schwangerschaft ist nur mit einer exzellenten Stoffwechseleinstellung zu erreichen. Zielwerte sind: nüchtern und präprandial 60 bis 90 mg/dL (3,3 bis 5,0 mmol/L), 1 h postprandial < 140 mg/dL (< 7,8 mmol/L), 2 h postprandial < 120 mg/dL (< 6,7 mmol/L) (15). Deshalb sind in diesem Fall tägliche prä- und postprandiale Blutzuckerkontrollen erforderlich, auch nächtliche Messungen sind häufig angebracht. Insgesamt ist der Kontrollbedarf in der Schwangerschaft etwa doppelt so groß wie sonst (e30).

Der Gestationsdiabetes ist dagegen häufig diätetisch einstellbar und relativ stabil, es genügen unter Umständen Blutzuckertagesprofile alle zwei bis drei Tage. Wird eine Insulintherapie erforderlich, sind tägliche Messungen prä- und postprandial indiziert (e31e33). In diesem Zusammenhang ist auch eine diabetesgerechte Ernährung zur Vermeidung von Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten besonders wichtig.

Neue Diabetesmedikamente
Medikamente der neuen Wirkstoffklassen Inkretin-Mimetika (zum Beispiel Exenatide) und Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmstoffe (DPP-4-Inhibitoren, zum Beispiel Sitagliptin und Vildagliptin) können allein keine Hypoglykämie auslösen. In Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin sind aber Hypoglykämien möglich. Auf eine detaillierte Darstellung in Tabelle 1 wird deshalb verzichtet.

Das individuelle Selbstkontrollkonzept
Es ist notwendig, individuelle Therapieregime und ein dazu passendes Selbstkontrollkonzept klar zu formulieren. Die genannten Vorschläge bieten einen Rahmen, um aus gegebenen Therapieregimen ein jeweils sinnvolles Selbstkontrollkonzept abzuleiten. Eine schematische Anwendung ist jedoch nicht sinnvoll. Vielmehr ist es erforderlich, neben individuellen Behandlungszielen hierzu passende Richtwerte für Blutzucker- und HbA1c-Werte für jeden Patienten zu formulieren und schriftlich festzuhalten. Nur wenn Patienten diese mittelbaren Ziele kennen und verinnerlicht haben, führt eine Stoffwechselselbstkontrolle zu sinnvollen Konsequenzen, da die häufige Über- oder Unterschreitung des Zielbereiches gleichbedeutend ist mit der Aufforderung, Maßnahmen zur Optimierung der Therapieregime zu ergreifen. Sind die Zielwerte explizit festgelegt, ergibt sich daraus unmittelbar ein individuelles Selbstkontrollkonzept. In diesem muss nach individuellen Gesichtspunkten (Kasten 2 gif ppt) die Häufigkeit von Selbstkontrollmessungen festgelegt werden. Tabelle 2 (gif ppt) fasst für typische Patientengruppen Vorschläge zur Häufigkeit und Art der Stoffwechselselbstkontrolle zusammen, die sich nach der hier beschriebenen Methodik aus den Notwendigkeiten der jeweiligen Therapieregimes ableiten lassen.

Die Ergebnisse der Selbstkontrollmessungen sollten grundsätzlich protokolliert werden, am besten zusammen mit der sich daraus ergebenen Therapie (Insulindosis, gegebenenfalls Kohlenhydratgehalt der Mahlzeiten) und anderen Einflussfaktoren (körperliche Aktivität, akute Erkrankungen, Alkohol, sowohl hyper- als auch hypoglykämische Werte). Nur dann erfasst ein Patient die Gesamtsituation als Übersicht, und die Eintragungen stehen für eine Analyse beim Arztbesuch zur Verfügung. Zusammen mit weiteren erhobenen Kontrollparametern wie beispielsweise HbA1c und Körpergewicht erlaubt dies eine nachvollziehbare Entscheidung, ob die Behandlung unverändert fortgesetzt werden kann oder Änderungen notwendig sind. Denn nicht die Selbstkontrolle ist das Ziel, sondern die angemessene und rasche Korrekur der Diabetestherapie. Hierzu kann die Stoffwechselselbstkontrolle wichtige Impulse geben. Leider ist eine Therapieintensivierung bei der progressiven Erkrankung Typ-2-Diabetes (16, 17) und eine Anpassung der Behandlung bei der labilen Stoffwechselkontrolle vieler Patienten mit Typ-1-Diabetes recht häufig notwendig.

Danksagung
Die Autoren danken S. Schlüter und Dr. C. Nagel-Reuper für die Unterstützung bei der Literatursuche und die kritische Kommentierung von Manuskriptentwürfen.

Interessenkonflikt
Prof. Nauck ist Leiter der Kommission Klinische Studien der Deutschen Diabetesgesellschaft, die eine prospektive Studie zum Nutzen der Blutzuckerselbstkontrolle bei Typ-2-Diabetes mit konventioneller Insulintherapie durchführt. Diese Studie wird auch mit Mitteln der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und von der Fa. Bayer Diagnostics gefördert.
Prof. Nauck hat Vortragshonorare von Firmen, die Blutzuckermessgeräte und -teststreifen vertreiben (Berlin-Chemie, Lifescan, Bayer Diagnostics), erhalten und Studien zur Messgenauigkeit von Blutzuckerschnellmessgeräten als Auftragsleistung durchgeführt (Bayer Diagnostics, Bionime, Taiwan).
Dr. El-Ouaghlidi und Dr. Vardarli erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
Manuskriptdaten
eingereicht: 21. 12. 2007, revidierte Fassung angenommen: 8. 1. 2009


Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Michael A. Nauck
Diabeteszentrum Bad Lauterberg
Kirchberg 21, 37431 Bad Lauterberg
E-Mail: M.Nauck@diabeteszentrum.de

Summary
Self-Monitoring of Blood Glucose in Diabetes Mellitus:
Arguments for an Individualized Approach
Background: The utility of glucose self-monitoring in different types and stages of diabetes is controversial, as there is only sparse relevant evidence from randomized controlled clinical trials. In this analysis, the authors aim to develop individualized recommendations based on clinical needs and the available literature.
Methods: The PubMed database was searched for articles that appeared up to 30 September 2008 containing the terms "measurement," "control“, "monitoring," and "hypoglycemia"; the retrieved articles were supplemented by other articles that were cited in them. A directed search was also made for the recommendations of the German, European, American, and international diabetological societies. Conclusions were then drawn about the useful modalities and extent of glucose self-monitoring on the basis of the clinical features of the major types of diabetes and the main treatment strategies for them.
Results: With the exception of intensified treatment strategies (which rely on blood-sugar regulation with insulin), only a few evidence-based recommendations can be derived from randomized clinical trials and meta-analyses. Nonetheless, a strategy for self-monitoring according to the patient's individual needs can be derived from the characteristics of therapeutic regimens: depending on the type of diabetes from which the patient suffers, the predicted number of glucometer strips required for self-monitoring will vary from almost none to roughly 400 per month.
Conclusions: The decision to use glucose self-monitoring, as well as the type and extent of self-monitoring that will be used, should be based on the individual patient's type of diabetes, treatment regimen, and clinical characteristics. Like any other type of therapeutic intervention, selfmonitoring should have a well-documented, rational justification.
Key words: diabetes mellitus, blood sugar measurement, clinical research, self-monitoring, treatment

Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2009; 106(37): 587–94
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0587

Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3709
The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
eFallbeispiele unter:
www.aerzteblatt.de/artikel09m587
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