ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2009Kinderchirurgie: Souveräne Darstellung
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Dietrich von Schweinitz, Benno Ure: Kinderchirurgie. Springer, Berlin 2009, 660 Seiten, gebunden, 229 Euro
Dietrich von Schweinitz, Benno Ure: Kinderchirurgie. Springer, Berlin 2009, 660 Seiten, gebunden, 229 Euro
Das Buch wirkt übersichtlich, und die zwischen zehn und selten mehr als 20 Seiten umfassenden Kapitel sind in sich kohärent und logisch gegliedert (zum Beispiel Ätiologie, Klinik, Therapie, Prognose). Der Text liest sich mühelos und realisiert gekonnt den stets schwierigen Spagat zwischen Vermittlung von Hintergrundwissen und Praxisnutzen. Das Buch wirkt kompakt, dennoch wird die ganze akademische Breite des Fachs abgebildet. Von A wie „Appendizitis“ bis Z wie „siamesische Zwillinge“ – kaum ein Thema bleibt ausgespart. Dabei werden zunächst die Physiologie, Pathophysiologie, intensivmedizinischen Besonderheiten und chirurgischen Therapieprinzipien bei Neugeborenen und Kindern vorangestellt. Anschließend werden gleichermaßen onkologische Erkrankungen, Fehlbildungen, häufige kindlich-chirurgisch relevante Krankheitsbilder und auch Verletzungen besprochen.

Für die Qualität und Kompetenz bürgen neben den Herausgebern und Klinikdirektoren der Münchner und Hannoveraner kinderchirurgischen Schule zahlreiche renommierte Fachvertreter und Meinungsbildner aus dem deutschsprachigen Raum. Die „Mischung“ aus einerseits Pädiatern und andererseits Kinderchirurgen im Autorenboard garantiert, dass die alternative Besprechung von konservativen Therapieformen niemals zu kurz kommt. So wird auch hier den mahnenden Worten von Carl Langenbuch, „Indikationsstellung ist die größte chirurgische Kunst“, vollauf Rechnung getragen.

Abbildungen dienen beim ersten Lesen dem Verständnis und der Veranschaulichung, beim späteren Nachschlagen jedoch vielmehr dem schnellen Auffinden und Wiedererkennen von Informationen. Das Buch ist opulent farbig bebildert und seitens Qualität und Ausstattung auch in jeder anderen Hinsicht einwandfrei.

Über die auch hier vorhandenen und erfahrenen Lesern bekannten, niemals ganz zu vermeidenden erstauflagetypischen Schwachpunkte strahlt das Werk souverän hinweg. Das Buch hat sich bereits jetzt einen festen Platz in diesem Segment reserviert und wird mit jeder neuen Auflage weiter reifen.
Arnulf H. Hölscher, Ulrich Fetzner
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