ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2009Gesundheitskarte: Drei Voraussetzungen
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. . . Dezentrale Datenspeicherung in Verbindung mit Punkt-zu-Punkt-Kommunikation über vorhandene Netze ist gut, wie Beiträge im DÄ belegt haben. Aber dabei handelt es sich um ein völlig anderes Projekt . . . Gelingen kann eine bessere Alternative zur Telematik nur unter drei Voraussetzungen: Erstens muss das bisherige Projekt Telematik definitiv und offiziell gestoppt werden. Zweitens müssen bei der Ausgestaltung einer dezentralen Speicherlösung gleichberechtigt Patientenvertreter und (praktizierende!) Ärzte mitarbeiten, und zwar von Anfang an. Drittens darf das demokratisch entwickelte Neu-Projekt erst dann flächendeckend eingeführt werden, wenn ausführliche Tests aller Funktionen im medizinischen Alltag bei einer großen Mehrheit der beteiligten Ärzte und Patienten zu der Erkenntnis führen: Das ist nützlich, das erleichtert und verbessert den medizinischen Alltag, das wollen wir haben . . . Unbedingte Voraussetzung ist aber der Stopp des Telematikprojekts in der bisherigen Form. Dies sollte endlich auch die Bundes­ärzte­kammer anerkennen (basierend auf den demokratischen Beschlüssen dreier Ärztetage), damit endlich der Eiertanz eines Teils der ärztlichen Standesvertretungen aufhören kann. Stoppt die E-Card, das Bombodrom des Gesundheitswesens.
Wilfried Deiß, Löhrtor 5, 57072 Siegen
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