ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2009Gutachten: Mehr Geld für mehr Ärzte
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. . . Was wird von den Sachverständigen als Lösung angeboten? MVZ, in die die Landbevölkerung mit Taxis gebracht werden soll! Zu Ärzten, die vollkommen zu Recht – und marktwirtschaftlich korrekt! – keine überlangen Arbeitszeiten für nicht angemessenen Lohn zu leisten bereit sein werden (das immerhin schwant den Experten)! Ja, was heißt das denn? Mehr Geld für die Fahrdienste, die heute schon nicht billig sind und die Marktpreise nehmen müssen, brauchen sie doch Benzin, Personal etc. Mehr Geld für mehr Ärzte, so man sie findet! Der KVB-Vorsitzende, Dr. Munte, schwadronierte ja 2008 noch von den zahlreichen osteuropäischen Ärzten, die hier in Bayern die Versorgung übernehmen werden. Nur muss ich in meiner Regionalzeitung jetzt zum dritten Mal innerhalb weniger Monate lesen, dass ein Hausarzt seine Praxis einfach schließen muss, weil sich auch für umsonst kein Nachfolger fand! Dank RLV dürfen die entsprechenden „frei werdenden“ Patienten von den Kollegen umsonst behandelt werden! Immerhin empfiehlt das Sachverständigengutachten auch höhere Honorare als Anreiz für junge Ärzte, doch auch wieder in die Hausarztmedizin zu gehen . . . Im Artikel nicht erwähnt ist der tolle Vorschlag der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin, die Ärzte sollten doch einfach (wie die Hausierer?) über Land fahren und die Patienten versorgen! Die wenigen Ärzte? Die, die ohnehin schon für lau in ihrer Praxis überlange Arbeitszeiten haben? Auch wieder umsonst? Oder gäbe es da dann extra Geld? Es gibt nur eine Lösung: Die Ärzte müssen wieder – unsterbliche – Halbgötter werden, für die die Tage einfach 48 oder 72 Stunden haben!
Barbara Friedrich, Betriebsärztin, Simbacher Straße 5, 84371 Triftern
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