ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2009Arzthelferinnen: Kein Paradigmenwechsel
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Die Wiederentdeckung längst bekannter Kompetenzen in einem Pilotprojekt neu zu interpretieren ist kein Paradigmenwechsel. Seit Jahrzehnten haben kluge Chefärzte Medizinische Fachangestellte (früher Arzthelferinnen) auf den Stationen eingesetzt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Beleg- und Hauptabteilungen gestaltete sich stets effektiv und ohne spektakuläre Öffentlichkeit. Die Organisation der Infrastruktur auf den Stationen wurde immer pragmatisch gelöst und bedarf lediglich der Akzeptanz der Verwaltungen, die vielen Medizinischen Fachangestellten einen sicheren Arbeitsplatz bieten . . . Wenn jedoch nur administrative Tätigkeiten ohne medizinische Ausbildung übernommen werden, so kann das nicht im Sinne einer patientenorientierten Gesundheitsversorgung sein. Aus eigener jahrelanger stationärer Erfahrung weiß ich nur zu gut, wie genau diese Defizite in der täglichen Arbeit auswirken. Deshalb sei es jedem Klinikmanager geraten, Medizinische Fachangestellte mit Kammerbrief einzustellen. Solche arztentlastenden und -unterstützenden Pilotprojekte laufen bereits an anderen Kliniken mit Erfolg.
Brigitte März, Referatsleitung Medizinische Fachangestellte, Verband medizinischer Fachberufe e.V., Wendinger Straße 1, 57258 Freudenberg
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