ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2009Hausärzteverband: Weigeldt lobt Verhandlungserfolge

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Hausärzteverband: Weigeldt lobt Verhandlungserfolge

Rieser, Sabine

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LNSLNS In einer kämpferischen Rede hat Ulrich Weigeldt beim Deutschen Hausärztetag Ende September in Berlin die Verhandlungserfolge seines Verbandes bei den Hausarztverträgen hervorgehoben. Zugleich stellte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes (HÄV) unter dem Beifall der Delegiertenversammlung klar, dass die Hausärzte in Zukunft auf allen Berufsfeldern noch konsequenter für ihre Interessen eintreten wollen.

So verwies er auf die Honorarkonzepte des Verbandes und lehnte Ansätze zu einer qualitätsorientierten Vergütung ab, wie sie die Kassenärztliche Bundesvereinigung im Rahmen ihres Konzepts „Aquik“ vorgelegt hat. „Hausärztinnen und Hausärzte brauchen verlässliche Arbeitsbedingungen und eine Honorarordnung, die ihr Einkommen sichert“, sagte Weigeldt. „Sie haben weder Zeit noch Lust, sich mit ständig wechselnden EBM-Konditionen zu befassen.“

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes Foto: Svea Pietschmann
Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes Foto: Svea Pietschmann
Der HÄV-Bundesvorsitzende will zudem erreichen, dass die Weiter­bildungs­ordnung geändert wird und es wieder ein eigenes Gebiet Allgemeinmedizin gibt: „Wir wollen auch da unsere eigenen Dinge regeln und nicht abhängig sein von den Internisten.“ Auch beim Qualitätsmanagement in den Praxen erwägt der Verband eigenständige Lösungen: Weigeldt gab dem bayerischen Delegierten Christian Pfeiffer Gelegenheit, Ansätze für ein eigenes „Hausärztliches Qualitätssiegel“ vorzustellen.

Weigeldt hatte zuvor betont, dass die Zahl der Hausarztverträge nach § 73 b SGB V weiter steige, trotz aller Widerstände von Krankenkassen: „Vor uns haben wir 1 800 Schiedsverfahren bei bereits 179 abgeschlossenen Verträgen mit den beiden Süd-AOKen und 57 Betriebskrankenkassen in Baden-Württemberg sowie 71 in Schleswig-Holstein. Acht Betriebskrankenkassen haben unsere hausarztzentrierten Versorgungsverträge sogar bundesweit abgeschlossen.“ Rie
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