SPEKTRUM: Leserbriefe

Sprachliches: Quatsch

Pitzken, Albrecht

Zu dem Leserbrief "Fehlende Gleichberechtigung" von Dr. med. Georg Steinhäuser in Heft 16/1997
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LNSLNS Daß in dem famosen Werbesatz " . . . und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" ein Komma fehlt, ist korrekt. Daß Sie aber in Ihrem mit exzellenter Süffisanz geschriebenen Leserbrief Genus mit Sexus gleichsetzen, hat mich sehr enttäuscht.
Nur weil ein des Wortes nicht sehr MächtigerIN aus den Artikeln "Der, Die, Das" Geschlechtsworte gemacht hat, welchselbiger Ausdruck dann gedankenlos von der Masse übernommen wurde, und anschließend von den FeministINNEN - unter bedenkenloser Mißachtung aller Schreibregeln - sexistisch mißbraucht wurde und wird, wird in unseren Jahren der verdummenden Aufklärung der Genus - nämlich der Wortstamm - mit Sexus gleichgesetzt. Selbst in der Amtssprache nistet sich diese Gedankenlosigkeit mehr und mehr ein.
Der Quatsch wird dann noch quätscher, wenn dem Wortstamm, zum Beispiel Minister, ein "in" oder ein "In" oder aber gar ein "IN" hinzugefügt wird, so daß schließlich das kabarettreife Wortungetüm INnenministerINen entstehen kann.
Auch der Ersatz des Wortes "man" durch "man/Frau", nur weil das Wort "man" so männlich klingt, gehört in die gleiche Blödsinnskategorie.
In diesem Sinne verbleibe ich mit besten Grüßen an Sie(-IHN) und die MännerINnen unter uns.
Dr. med. Albrecht Pitzken, Oberdreispringen 2, 51429 Bergisch Gladbach
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