ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2009Adoleszenzpsychiatrie: Künstliche Trennung überwinden

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Adoleszenzpsychiatrie: Künstliche Trennung überwinden

Buchkremer, Gerhard; Zieker, Judith

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LNSLNS Viele Jugendliche fiebern ihrem 18. Geburtstag, dem Führerschein, dem Beginn der Volljährigkeit entgegen. Für psychisch kranke Jugendliche steht mit dem 18. Lebensjahr der teilweise schockierende Wechsel aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie an. Manche Kliniken haben in der Praxis umgesetzt, was dieses Buch in der Theorie bietet: Übergangsstationen für Jugendliche und junge Erwachsene, in denen auf die Besonderheiten dieser Patientenklientel fächerübergreifend eingegangen wird. Ziel der Autoren war es, „die künstliche Trennung der Lebensperioden“ zu überwinden.

In fünf Kapiteln werden neben speziellen und allgemeinen Aspekten der Entwicklung in der Jugend Störungsbilder, Beratung und Behandlungsmethoden sowie ethische und rechtliche Themen ausführlich dargestellt. Zu Beginn jedes Unterkapitels wird eine kurze Zusammenfassung gegeben. Die Gliederung ist übersichtlich, die einzelnen Texte im Kontext gut verständlich geschrieben. „Take-home messages“ sind grau hinterlegt, Tabellen und Schaubilder ergänzen die Texte, Fallbeispiele schaffen den Übergang von der Theorie zur Praxis. Bei speziellen Themen, wie zum Beispiel selbstverletzendes Verhalten, versucht man, diese in ihrer ganzen Komplexität darzustellen. Leider gelingt das bei dem genannten Thema nicht immer, beispielsweise wird auf historische Fakten nur am Rand verwiesen. Es werden jedoch anhand der aktuellen Literatur gute Empfehlungen für den Erstkontakt und die klinische Untersuchung gegeben.

Fazit: eine gute umfassende Übersicht über die Schwierigkeiten in der Behandlung psychisch erkrankter junger Menschen, sowohl für Kinder- und Jugendpsychiater als auch für Erwachsenenpsychiater zu empfehlen. Gerhard Buchkremer
Judith Zieker
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