ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2009Datenbank: Probenmanagement für die Sepsisforschung

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Datenbank: Probenmanagement für die Sepsisforschung

EB

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LNSLNS Sepsis ist eine weit unterschätzte Krankheit. Die Sterblichkeitsrate ist vergleichbar mit der von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, jedoch ist die sichere und schnelle Diagnose und Behandlung der Erkrankung weitaus schwieriger. Weltweit wird deshalb seit Jahrzehnten intensiv an der Verbesserung und Beschleunigung von Diagnoseverfahren und an neuen Behandlungstechniken geforscht.

Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Biotechnologieunternehmen SIRS-Lab wurde eine Datenbanklösung erstellt, die es effektiver als bisher ermöglicht, die zu Forschungszwecken gewonnenen Blutproben von Sepsispatienten zu verwalten und vor allem lückenlos in ihrer Verwendung zu dokumentieren. Die Blutproben werden in der Biobank an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Jena (UKJ) gelagert, die unter anderem dazu dient, in Kooperation mit der SIRS-Lab innovative Sepsismarker zu entwickeln. Das Softwaresystem löst als Weiterentwicklung die bestehende Probenverwaltungsdatenbank ab.

Die Sepsisforschung benötigt Blutproben als wesentliche Grundlage für ihre Experimente. Diese für die Forschung wertvollen Proben werden in speziellen Kühlschränken bei einer Temperatur von minus 80 Grad Celsius gelagert. Für den großen und stetig wachsenden Probenbestand ist die Verwaltung durch ein geeignetes Computersystem notwendig. Die neue Software enthält einen erweiterten zeitabhängigen Faktor, der es ermöglicht, jederzeit nachzuvollziehen, was mit entsprechenden Proben von der Abnahme des Patienten bis zur Verwendung passiert. Auch die Suchfunktion ist nutzerfreundlich gestaltet, um eine schnellere und präzisere Suche bestimmter Proben zu ermöglichen. EB
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