ArchivDeutsches Ärzteblatt23/1997Arbeitsmedizin: Unverständliche Trägheit

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arbeitsmedizin: Unverständliche Trägheit

Wrbitzky, Rainer

Zu dem Beitrag "Betriebs-/Arbeitsmedizin: Kein ,exotisches Berufsbild'" von Dr. med. Michael Wagner in Heft 17/1997
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LNSLNS Ihren Artikel möchte ich ein wenig ergänzen. Ich habe 1958 in Tübingen mein medizinisches Staatsexamen abgeschlossen. In den höheren Semestern wurde wöchentlich eine Vorlesung über Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Präventivmaßnahmen angeboten. Hinzu kam gegen Ende des Semesters eine Ergänzungsvorlesung über versicherungsmedizinische Problemfälle. Das hervorragende Kolleg wurde damals von dem engagierten Leiter des Hygieneinstituts, Herrn Prof. Bader, und Herrn Prof. Humperdink gelesen, die Versicherungsmedizin durch Herrn Prof. Groß, der Chefarzt der Chirurgischen Abteilung am Katharinen-Hospital in Stuttgart war. Schon damals war dieses Kolleg gut besucht. Das Wissen konnte im Rahmen eines Kolloquiums und Seminars mit Betriebsbesichtigungen vertieft werden.
Es ist zu bedauern, daß dieses grundsätzlich präventive Fachgebiet bis zum heutigen Tage noch nicht einmal an allen Medizinischen Fakultäten der Bundesrepublik vertreten ist. Gerade in der Zeit der Budgetierung und zunehmenden Geldverknappung im Gesundheitswesen ist mir diese Trägheit völlig unverständlich.
Dr. med. Rainer Wrbitzky, Ev. Krankenhäuser im Siegerland gGmbH, Wichernstraße 40, 57074 Siegen
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