ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2009Organspende: Ärzte beklagen mangelnde Informationen

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Organspende: Ärzte beklagen mangelnde Informationen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Jeder zweite Arzt hat einen Organspendeausweis. Foto: ddp
Jeder zweite Arzt hat einen Organspendeausweis. Foto: ddp
Ärztinnen und Ärzte zeigen eine hohe Bereitschaft, ihre Patienten über Organspende aufzuklären, leiden jedoch teilweise selbst unter mangelhaften Informationen. Dies ergab eine Online-Umfrage des Instituts TNS Emnid unter 500 niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Fachärzten im Auftrag des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV).

Mehr als die Hälfte der Ärzte (57 Prozent) legen in ihren Praxisräumen Informationsmaterial zur Organspende aus. Bei Ärzten, die selbst einen Organspendeausweis haben, ist dies der Umfrage zufolge sogar doppelt so häufig der Fall. Allerdings haben lediglich 23 Prozent der befragten Ärzte an einer Fortbildungsveranstaltung teilgenommen, und auch nur jeder zweite Arzt besitzt selbst einen Organspendeausweis. Den Hausärzten komme bei der Steigerung der Organspendebereitschaft eine Schlüsselrolle zu, sagte Prof. Dr. med. Jürgen Fritze, Leitender Verbandsarzt der PKV, bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Wir brauchen daher noch mehr Ärzte, die ihre Patienten über die Organspende aufklären.“

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) will nun insbesondere Hausärzte als Ratgeber gewinnen. „Ein Knackpunkt ist, dass die Ärzte die Organspendebereitschaft der Menschen anscheinend viel niedriger einschätzen, als sie tatsächlich ist“, erklärte Prof. Dr. med. Günter Kirste, Medizinischer Vorstand der DSO. ER
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