ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2009Bundeswehr: Widerspruch
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Als betroffener Angehöriger des Bundeswehr-Sanitätsdienstes muss ich hier in einer Hinsicht deutlich widersprechen: Allein dadurch, dass von einzelnen Personen wie Herrn Kollegen Petersen die These, bei der Bundeswehr seien zu viele Ärzte „fachfremd“ eingesetzt, weil in der „Sanitätsführung“ (zu) viele Ärzte eingesetzt seien, bei jeder sich bietenden Gelegenheit gebetsmühlenartig aufgesagt wird, erhöht sich deren Wahrheitsgehalt nicht!
Vielmehr müsste auch Herrn Petersen und dem „Forum Sanitätsoffiziere“ mittlerweile durchaus bekannt sein, dass lediglich circa drei Prozent – und damit ein deutlich kleinerer Anteil als im System der zivilen Gesundheitsversorgung – aller Sanitätsoffiziere mit der Approbation eines Humanmediziners in nicht approbationsgebundenen Funktionen eingesetzt sind. Das umfasst nicht nur Dienststellenleiter, Kommandeure und Kompaniechefs, sondern auch Referenten und Dezernenten, die z. B. in der Weiterentwicklung von Einsatzkonzepten und Material tätig sind. Ein wesentlicher Teil ihrer Aufgaben besteht darin, die Weiterentwicklungs- und Rüstungsprojekte des Sanitätsdienstes in die im Prozessablauf entscheidenden Stellen einzubringen und wirkungsvoll zu vertreten. Zu diesem Zweck müssten bei der Fülle der Aufgabenfelder im aktuellen Einsatzspektrum der Bundeswehr nicht weniger Sanitätsoffiziere in den entsprechenden Verwendungen eingesetzt werden, wie Herr Kollege Petersen es fordert, sondern eher mehr! . . .
Dr. Wolfgang Kaiser, Oberfeldarzt, Finkenstraße 15, 72414 Rangendingen

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