ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2009Bundeswehr: Betroffener
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Ein insgesamt überzeugend recherchierter Beitrag. Als „Betroffener“ stört mich einzig die polemische Äußerung des „höchsten Soldaten“ dieser Einsatzarmee zur Kündigungswelle bei der Bundeswehr: „Da sind viele dabei, die wären im zivilen Leben nicht Arzt geworden.“ Lieber Herr General: Ich hatte meinen zivilen Studienplatz und konnte ihn aufgrund der Wehrpflicht seinerzeit nicht wahrnehmen. Nach 22 Dienstjahren war mir als Berufssoldat vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtiger geworden als die ständigen „Herausforderungen“, zuletzt als Kommandeur von 140 Männern und Frauen. Das Bedenkliche ist in meinen Augen, dass gerade auch Leistungsträger entweder „innerlich kündigen“ oder es auch durchziehen. Mir ist aus persönlicher Kenntnis keiner davon bekannt, der nicht ohne seine Verpflichtung als Zeitsoldat Arzt geworden wäre! Zeigen Sie Perspektiven auf, sonst wird Ihr Personalproblem ein wirkliches.

Dr. med. Viktor Harsch, Oberfeldarzt der Luftwaffe a. D., Zentrum für Flug- und Reisemedizin GmbH, An der Marienkirche 2, 17033 Neubrandenburg
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote