ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2009Bundeswehr: Neue Struktur notwendig
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Nach beinahe zehn Jahren als Truppenarzt und dann ziviler Vertragsarzt bei der Bundeswehr erlaube ich mir eine Bewertung des Geschehens . . . Mit der Herauslösung des Sanitätsdienstes aus Heer, Luftwaffe und Marine wurde ein großer Verwaltungsapparat geschaffen, der Effizienz bringen sollte, aber nur die Zahl der Generalärzte und der zugehörigen Stäbe verdoppelte. So wurde der medizinischen Grundversorgung in der Truppe viele fähige Kollegen unter Zusagen für zusätzliche Weiterbildungszeiten an den Bundeswehrkrankenhäusern oder Wunschstandorte für die Folgeverwendung entzogen . . .

Bereits jetzt ist der Sanitätsdienst für die Versorgung der Soldaten auf zivile Kollegen regelmäßig angewiesen. Ich sehe die Perspektive in der Bündelung der quasi arbeitsmedizinischen Tätigkeiten im Rahmen der Einsatzvor- und nachbereitung etc. an regionalen Zentren und im Verzicht auf die klassische truppenärztliche Versorgung – außer in sehr großen Standorten zugunsten einer Öffnung hin zum zivilen System. Es ist wieder einmal Zeit für eine neue Struktur im Sanitätsdienst.
Dr. Dietmar Kainer, Centre Hospitalier de Mulhouse, SAMU-SMUR-Urgences, 20 Avenue du Dr Laennec, F–68070 Mulhouse
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