ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2009Schmerztherapie: Anregungen für den praktischen Gebrauch

MEDIEN

Schmerztherapie: Anregungen für den praktischen Gebrauch

Wirz, Stefan

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Güven Braune, Anja Heymann: Der Akutschmerzdienst. Ratgeber für Pflegende und Ärzte in der perioperativen Therapie („Der Painkiller“). Pabst Science Publishers, Lengerich 2008, 160 Seiten, kartoniert, 20 Euro
Güven Braune, Anja Heymann: Der Akut­schmerz­dienst. Rat­geber für Pflegende und Ärzte in der peri­operativen Therapie („Der Painkiller“). Pabst Science Publishers, Lengerich 2008, 160 Seiten, kartoniert, 20 Euro
„Die Patienten werden in Zukunft darauf achten, wo sie sich operieren lassen“, schreibt der Autor Braune in der Einleitung des Handbuchs „Der Akutschmerzdienst“. In Zukunft werden Patienten sich in der Wahl des Krankenhauses nicht nur vom Ruf der Operateure, sondern auch vom Vorhandensein eines suffizienten Akutschmerzdienstes (ASD) leiten lassen. So ist es folgerichtig, dass sich ein Fachbuch der konkreten Umsetzung einer im Klinikalltag solch wichtigen Einrichtung widmet.

Es ist übersichtlich gegliedert, enthält neben der Beschreibung aller perioperativen Schmerztherapietechniken ausreichendes Bild-, Tabellen- und Grafikmaterial und erklärt anschaulich die alltäglichen Probleme und Lösungsansätze. Fallbeispiele aus der Praxis runden dieses informative Kurzbuch ab. Gelungen ist beispielsweise die Gegenüberstellung zweier postoperativer Patientenverläufe nach einem Oberbaucheingriff. Die Bedeutung der postoperativen Analgesie für das Patientenoutcome – einmal mit und ohne Regionalverfahren – wird deutlich am Thoraxröntgenbild des unterversorgten Patienten mit basaler Plattenatelektase. Hohen praktischen Wert haben auch die Programmierungs- und Bestückungsbeispiele der „Schmerzpumpen“. Das Buch hat dabei nicht den Anspruch auf ein Grundlagenlehrbuch, gibt andererseits viele Anregungen, die der Leser für den Gebrauch im eigenen Haus modifizieren kann.

Das ein oder andere Schmerztherapieschema könnte durchaus diskutiert werden; man darf aber nicht vergessen, dass die Idee zu diesem Handbuch aus der Anleitungstätigkeit entstammt und somit ein klinisch erprobter interner Standard publiziert wird. Die Autoren nehmen dankenswerterweise Stellung zur Schnittstellensymptomatik zwischen Schmerzdienst und stationärer Grundversorgung mit Betonung einer souveränen schmerztherapeutischen Kompetenz zum Wohl des Patienten. Die praktische Beschreibung der Einarbeitung von ärztlichen und pflegerischen Kollegen mit Angabe einer „Einarbeitungscheckliste“ könnte Vorbildfunktion annehmen. Insofern handelt es sich um ein gelungenes Kurzbuch. Stefan Wirz
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote