ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2009Regine Rapp-Engels: Neue Präsidentin des Ärztinnenbundes

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Regine Rapp-Engels: Neue Präsidentin des Ärztinnenbundes

Hibbeler, Birgit

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Regine Rapp-Engels Foto: privat
Regine Rapp-Engels Foto: privat
Als der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) vor 85 Jahren gegründet wurde, waren Frauen in der Medizin noch Exotinnen. Doch diese Zeiten sind lange vorbei: Mehr als 40 Prozent der berufstätigen Ärzte sind weiblich – bei den Berufsanfängern sind es sogar fast 60 Prozent.

Doch auch wenn die Frauen in der Medizin zahlenmäßig keine Randgruppe mehr darstellen, macht das die Arbeit des Ärztinnenbundes nicht überflüssig. Daran lässt die neue DÄB-Präsidentin Dr. med. Regine Rapp-Engels (53) keinen Zweifel. „Familienfreundlichkeit bleibt ein wichtiges Thema. Aber vor allem wollen wir, dass mehr Frauen in Entscheidungsgremien sitzen“, betont die Allgemeinmedizinerin aus Münster. Dabei denkt sie an Kammern, Kassenärztliche Vereinigungen, aber auch Berufungskommissionen an den Universitäten.

Ein weiteres Anliegen von Rapp-Engels ist eine geschlechtsspezifische Medizin. Denn Frauen und Männer seien unterschiedlich krank. In diesem Bereich gebe es einen großen Forschungsbedarf. Besonders wichtig ist ihr auch die internationale Zusammenarbeit. So richtet der DÄB 2010 in Münster den Weltärztinnenkongress aus.

Rapp-Engels ist als Sozialmedizinerin bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen tätig. Im Bundesvorstand des DÄB engagiert sie sich seit vielen Jahren. Als Präsidentin des Ärztinnenbundes tritt sie die Nachfolge von Dr. med. Astrid Bühren (56) an, die nach dreimaliger Amtszeit satzungsgemäß nicht mehr kandidierte. Bühren wurde wegen ihrer herausragenden Verdienste zur Ehrenpräsidentin gewählt. Birgit Hibbeler
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